Sophie Goldschmidt
Highlights
- Sophie Goldschmidt wurde 1859 in Bleicherode geboren und 1942 in Theresienstadt ermordet.
- Sie lebte zuletzt in Berlin im Sanatorium Schlachtensee und wurde aus dem Haus Ludwigkirchstraße 12 deportiert.
- Ihre Kinder konnten teilweise emigrieren, während ihre Ehefrau des Bankiers Jakob Goldschmidt war.
Tipps
- Besucher finden den Stolperstein für Sophie Goldschmidt an der Spanischen Allee 10 im Berliner Ortsteil Schlachtensee.
- Die Gedenkstätte liegt nahe dem ehemaligen Sanatorium Schlachtensee, in dem sie 1939 lebte.
- Sophie Goldschmidt wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Sophie Goldschmidt in Berlin entdecken
Sophie Goldschmidt, geborene Wolff, wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Bleicherode im damaligen Königreich Preußen als Tochter des Kaufmanns Markus Wolff und seiner Ehefrau Therese geboren. Sie wuchs in einer jüdischen Familie auf und hatte eine Schwester sowie einen Bruder. Im Jahr 1884 heiratete sie Julius Goldschmidt, einen Kaufmann aus Thorn (heute Toruń/Polen). Das Paar siedelte nach Stettin über, wo ihre sechs Kinder zur Welt kamen.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1927 zog Sophie Goldschmidt nach Berlin. Sie bezog ein Altenheim im Berliner Ortsteil Schlachtensee, das sich in der Wannseestraße (heute Spanische Allee) befand. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie dort gemeinsam mit weiteren jüdischen Bewohnern, die später aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgungsjagd gezwungen wurden, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Gebäude wurde „arisiert“, und die Bewohner mussten ihre Häuser räumen.
Im Jahr 1942 wurde Sophie Goldschmidt aus ihrer Unterkunft in der Ludwigkirchstraße deportiert und in das Ghetto Theresienstadt gebracht. Nur wenige Wochen später wurde sie dort ermordet. Von ihren Kindern konnten nur zwei – Grete und Else – durch Flucht in andere Länder überleben; die übrigen starben vor oder während der Zeit des Nationalsozialismus. Ihre Lebensgeschichte ist heute Teil der Erinnerungskultur Berlins und wird durch einen Stolperstein am ehemaligen Wohnort gewürdigt.
Ihr Ehemann Jakob Goldschmidt, ebenfalls in Berlin tätig, war ein einflussreicher Bankier jüdischer Herkunft, der maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Wirtschaft im frühen 20. Jahrhundert beteiligt war. Er gründete unter anderem die Privatbank „Schwagold“ und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Danat-Bank. Auch er musste 1933 infolge der politischen Verhältnisse Deutschland verlassen und emigrierte letztendlich in die USA.
Die Erinnerung an Sophie Goldschmidt wird heute nicht nur durch den Stolperstein am Verlegeort in Schlachtensee lebendig gehalten, sondern auch durch Forschungsprojekte und Gedenkarbeiten, die sich mit dem Schicksal jüdischer Bürgerinnen und Bürger in Berlin beschäftigen. Ihre Geschichte spiegelt exemplarisch das Schicksal vieler jüdischer Familien wider, die während der NS-Zeit Entrechtung, Vertreibung und Mord erfahren mussten.
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Häufige Fragen zu Sophie Goldschmidt
Wer war Sophie Goldschmidt?
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Wo wohnte Sophie Goldschmidt in Berlin?
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Was geschah mit Sophie Goldschmidt während der NS-Zeit?
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Welche Familienmitglieder überlebten Sophie Goldschmidt?
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