Kirche/Kloster

St. Mauritius

Mauritiuskirchstraße 1, 10367 Bezirk Lichtenberg

Highlights

  • St. Mauritius in Lichtenberg wurde 1897 im neoromanischen Stil erbaut und 1910 mit einer Orgel von Bruno Goebel eingeweiht.
  • Die Kirche verfügt über rollstuhlgerechte Zugänge, Parkplätze und barrierefreie Toiletten sowie einen 1909 eingeweihten Kreuzweg der Mayer’schen Hofkunstanstalt München.
  • 1927 entstanden zwei Beichtkapellen, 1933 entstand ein Kirchplatz; 1942 musste das Bronzegeläut abgegeben werden.

Tipps

  • Der rollstuhlgerechte Zugang ermöglicht einen ungehinderten Zugang zur Kirche für alle Besucher.
  • Ein barrierefreier Parkplatz steht in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs zur Verfügung.
  • Die historischen Kreuzwegstationen zeigen die ursprüngliche Farbgebung und sind Teil der restaurierten Ausstattung.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Kultur & Sakrales in St. Mauritius Lichtenberg

Die Kirche St. Mauritius im Berliner Bezirk Lichtenberg ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk mit einer bewegten Geschichte und architektonischem Charme. Geweiht dem heiligen Mauritius, dem Schutzpatron der Soldaten und Reisenden, entstand die Kirche im neoromanischen Stil nach Entwürfen des Architekten Wilhelm Frydag. Ursprünglich als Pfarrgemeinde für die wachsende Bevölkerung der Region konzipiert, prägt sie bis heute das kulturelle Erbe des Viertels.

Der Bau der Kirche ist eng mit der Entwicklung der Region verbunden. Bereits 1897 wurde das Pfarrhaus errichtet, gefolgt von einem Sakristeianbau 1900, der später zur Taufkapelle umfunktioniert wurde. Besonders prägend sind die künstlerischen Details: Der Kreuzweg, geschaffen von der Münchner Mayer’schen Hofkunstanstalt, wurde 1909 eingeweiht und ist bis heute ein zentrales Element des Innenraums. Die Orgel, erbaut von Bruno Goebel in Königsberg, begeisterte erstmals 1910 die Gläubigen – ein Zeugnis der handwerklichen Qualität vergangener Zeiten.

Die Kirche durchlief im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Veränderungen und Restaurierungen. 1927 wurden zwei Beichtkapellen angebaut, und 1933 entstand hinter dem heutigen Haupteingang ein Kirchplatz, der den Raum um die Kirche erweitern sollte. Die Kriegszeit brachte schwere Verluste: 1942 musste auch die letzte Glocke des ursprünglichen Bronzegeläuts abgegeben werden. Dennoch blieb die Kirche ein Ort der Besinnung und des Gemeinschaftslebens, auch wenn nur wenig der ursprünglichen Ausstattung erhalten blieb.

Heute ist St. Mauritius ein barrierefreier Ort der Andacht und Kultur. Der rollstuhlgerechte Zugang, ein ebenerdiger Parkplatz sowie ein behindertengerechtes WC machen die Kirche für alle Besucher zugänglich. Die Restaurierung der Kreuzwegstationen in ihrer ursprünglichen Farbgebung steht noch aus, doch die Kirche bleibt ein Ort der Stille und des spirituellen Austauschs – eingebettet in das lebendige Viertel Lichtenbergs.

Mit einem Google-Rating von 4,4 Sternen aus über 20 Bewertungen schätzen Besucher die Kirche nicht nur als religiösen Ort, sondern auch als historisch wertvolles Bauwerk. Wer sich für sakrale Architektur oder die Geschichte des Bezirks interessiert, findet hier eine gelungene Verbindung aus Tradition und Moderne – ein Besuch lohnt sich für alle, die Berlin jenseits der Großstadt-Hektik erleben möchten.

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