Kirche/Kloster

St. Rita (Berlin-Reinickendorf)

General-Woyna-Straße 55, 13403 Berlin

Highlights

  • Die Kirche St. Rita in Berlin-Reinickendorf wurde 1952 geweiht und ist Sitz der gleichnamigen Pfarrgemeinde.
  • Sie entstand als erster komplett neuer katholischer Kirchenbau in Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Der Kirchenbau wurde vom Architekten Felix Hinssen entworfen und hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über St. Rita (Berlin-Reinickendorf)

Die Kirche St. Rita in Berlin-Reinickendorf ist ein bedeutendes sakralschichtliches Zeugnis der Nachkriegszeit und steht im Herzen des gleichnamigen Stadtteils. Als katholisches Gotteshaus fungiert sie als Sitz der Pfarrgemeinde St. Rita und gehört zum Dekanat Reinickendorf des Erzbistums Berlin. Gemeinsam mit den Kirchengemeinden Herz-Jesu Tegel, St. Bernhard Tegel Süd und St. Marien bildet sie den Pastoralen Raum Süd, was die enge regionale Verzahnung innerhalb des nordwestlichen Berlin unterstreicht.

Die Geschichte der Kirche reicht bis in die 1920er Jahre zurück, als das Pfarrgebiet zunächst von der Pfarrei St. Marien betreut wurde. Ab der offiziellen Gründung der Gemeinde wurde St. Rita zunächst als Kuratie eingerichtet. Die ersten Seelsorger waren Augustinerpatres, die zunächst in einer Mietwohnung unterkamen. Ein entscheidender Meilenstein war der Bau des Klosters im Jahr 1935. Doch erst nach mehreren Jahrzehnten provisorischer Gottesdienstorte – unter anderem in Friedhofskapellen und einer Heimkapelle – konnte 1951 mit dem Bau der eigentlichen Pfarrkirche begonnen werden, die kurze Zeit später geweiht wurde.

Architektonisch zählt St. Rita zu den ersten neu erbauten katholischen Kirchen im geteilten Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Entwurf stammt von Felix Hinssen und orientiert sich an modernen Bauprinzipien. Der zweigeschossige Baukörper folgt dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes. Die Hallenkirche mit einschiffigem Langhaus und Querschiff zeigt eine klare, schlichte Formensprache. Die Fassade ist sandfarben verputzt und ruht auf einem roten Ziegelsockel. Besonders auffällig ist die Freitreppe an der Längsseite, die zum Kirchsaal im Obergeschoss führt. Im Erdgeschoss befinden sich der Gemeindesaal sowie eine Werktagskapelle. Die schlanke Gliederung durch Bogenfenster und die Satteldächer des Langhauses und Chors verleihen dem Gebäude eine harmonische Proportion. Der Glockenturm über dem östlichen Querschiff beherbergt ein Geläut aus drei Bronzeglocken.

Heute dient die Kirche nicht nur als Ort der religiösen Gemeinschaft, sondern auch als kultureller und sozialer Anker im Viertel. Neben Gottesdiensten finden hier regelmäßig Gemeindeveranstaltungen statt, die von Besuchern als gut organisiert und räumlich angemessen wahrgenommen werden. Auch die hauseigene Kindertagesstätte genießt einen guten Ruf – sowohl wegen der Betreuungsqualität als auch wegen des engagierten Personals. Damit verbindet St. Rita Tradition und Moderne und bleibt ein zentraler Teil des gesellschaftlichen Lebens im Berliner Norden.

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