Denkmal/Gedenkstätte

Stolperstein Fulder

Bochumer Str. 25, 10559 Berlin

Highlights

  • In Fulda (nicht Berlin) erinnert der Künstler Gunter Demnig seit 1996 mit Stolpersteinen an NS-Verfolgte.
  • Das Projekt dokumentiert Schicksale von 1933–1945 in Europa – in Berlin seit 1996 verlegt.
  • Ausstellungen erklären Hintergrund und Wirkung des europäischen Erinnerungsprojekts mit lokalen Bezügen.

Tipps

  • Die Stolpersteine in Berlin dokumentieren mit kleinen Messingplatten die Namen und Lebenswege von Opfern der NS-Verfolgung zwischen 1933 und 1945.
  • Ein Besuch der Ausstellung im Rahmen des Projekts bietet Einblicke in die künstlerischen und historischen Hintergründe der Stolperstein-Initiative von Gunter Demnig.
  • Die Verlegung der Steine erfolgt in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Betroffenen und dient als stille Mahnung im öffentlichen Raum.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Stolpersteine Berlin Fuldaer Platz

Der Stolperstein Fulder ist Teil des weltweiten Kunst- und Erinnerungsprojekts „Stolpersteine“, das der Berliner Künstler Gunter Demnig seit 1996 initiiert hat. Diese kleinen, in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln erinnern an Menschen, die während der NS-Zeit zwischen 1933 und 1945 aufgrund ihrer Herkunft, Religion, politischer Überzeugung oder sexueller Orientierung verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Jeder Stolperstein trägt den Namen, das Geburtsdatum und das Schicksal der betroffenen Person – oft verbunden mit dem Ort, an dem sie zuletzt frei lebte. Das Projekt zielt darauf ab, das individuelle Leid und die systematische Entrechtung im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

In Berlin wurden bis heute Tausende Stolpersteine verlegt, darunter auch derjenige für die Person mit dem Namen Fulder. Die Tafeln sind nicht nur Gedenkzeichen, sondern auch ein Aufruf, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Sie liegen meist vor den letzten bekannten Wohnorten der Verfolgten, oft in Fußgängerzonen oder an historischen Orten, die heute von Passanten übersehen werden. Durch diese unauffällige, aber prägnante Präsenz im Alltag wird die Erinnerung wachgehalten und die Verantwortung für die Vergangenheit betont.

Das Projekt „Stolpersteine“ ist Teil eines größeren künstlerischen und gesellschaftlichen Diskurses über Erinnerungskultur. Es verbindet lokale Biografien mit der europäischen Geschichte und zeigt, wie Alltagsorte zu Orten der Erinnerung werden können. Die Ausstellung zur Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin, die das Projekt wissenschaftlich begleitet, beleuchtet zudem die Hintergründe, die Entstehung und die Wirkung der Stolpersteine. Sie macht deutlich, wie Kunst und Geschichte zusammenwirken, um ein Bewusstsein für die Folgen des Nationalsozialismus zu schaffen.

Besucher:innen, die sich für die Geschichte Berlins und die Opfer der NS-Zeit interessieren, finden an den Stolpersteinen eine Möglichkeit, sich mit den Schicksalen einzelner Menschen zu beschäftigen. Die Steine laden zum Innehalten ein und erinnern daran, dass Erinnerung aktiv gelebt werden muss. Obwohl sie oft übersehen werden, sind sie ein zentraler Bestandteil des öffentlichen Gedächtnisses in Berlin – ein stiller, aber kraftvoller Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit.

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