Wasserfall am Steinbergsee
Highlights
- Der Wasserfall am Steinbergsee in Hohen Neuendorf fließt über einen künstlichen Bachlauf mit 12 Metern Höhenunterschied.
- Die Anlage wurde 1928 entworfen und 1988 wiederhergestellt.
- Seit 1998 sponsert die Baugenossenschaft Freie Scholle die Betriebskosten des Wasserfalls.
Tipps
- Der Steinbergpark bietet eine ruhige Erholungsmöglichkeit mit Waldwegen und Bänken, ideal für Spaziergänge.
- Der künstliche Wasserfall am Steinbergsee ist nicht immer in Betrieb, der Park selbst lädt dennoch zum Verweilen ein.
- Kinder können sich an den Steinen im Wasserbereich austoben, auch wenn der Wasserfall trocken ist.
Eigenschaften
Über Wasserfall am Steinbergsee
Der Wasserfall am Steinbergsee befindet sich im Steinbergpark in Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel, Brandenburg. Diese künstliche Wasseranlage zählt zu den bekanntesten Elementen des Parks und wurde bereits in den 1920er Jahren konzipiert. Der Wasserfall führt über einen künstlichen Bachlauf, der einen Höhenunterschied von etwa zwölf Metern überwindet und durch ein geschickt angelegtes System aus Findlingen und insgesamt neun Stromschnellen geführt wird. Das Wasser wird aus dem angrenzenden Steinbergsee gepumpt und fließt bei Betrieb der Anlage in mehreren Stufen talwärts zum See zurück.
Der Steinbergpark gilt als eines der beliebtesten Naherholungsgebiete in Berlin und erstreckt sich über rund 35 Hektar nahe der Siedlung Tegel sowie an der Grenze zu Waidmannslust und Wittenau. Neben dichten Kiefernbeständen und Laubgehölzen bietet der Park verschiedene Erholungsmöglichkeiten, darunter Wander- und Radwege sowie eine historische Rodelbahn, die seit 1926 besteht. Der Weg durch den Park, einst als „Suppenschlagweg“ bekannt, erinnert an die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der 1920er Jahre, bei denen Arbeiter täglich eine Mahlzeit erhielten.
Die Anlage des Wasserfalls wurde ursprünglich von F. Kurth und K. Loewenhagen entworfen. In den 1980er Jahren erfolgte eine umfassende Restaurierung durch das zuständige Grünflächenamt. Seit Mitte der 1990er Jahre kam es jedoch zu finanziellen Engpässen, wodurch der Betrieb des Wasserfalls eingestellt wurde. Seit 1998 übernimmt die Baugenossenschaft Freie Scholle zu Berlin die Kosten für den jährlichen Betrieb. Gäste des Parks berichten jedoch gelegentlich darüber, dass der Wasserfall nicht immer in Betrieb ist, was unter anderem von der Wartung und den Betriebszeiten abhängt. Besonders bei Trockenheit oder außerhalb der Saison kann es vorkommen, dass kein Wasser fließt.
Obwohl der Wasserfall künstlich angelegt ist, bildet er zusammen mit dem Steinbergsee und der naturnahen Umgebung eine landschaftlich reizvolle Stelle im Park. Die Gegend, bietet Bänke und Wege zum Spazieren sowie Möglichkeiten zum Klettern über die Steine, was besonders bei Kindern beliebt ist. Der Steinbergpark beherbergt zudem die kürzeste Brücke Berlins, die über den Spreekanal führt und nur 2,55 Meter lang ist. Die Brücke verbindet zwei Teile des historischen Weges und ist ein weiteres kleines architektonisches Highlight des Areals.