Ausflug Kultur

Weltall-Erde-Mensch

Allee der Kosmonauten 192, 12685 Berlin

Tipps

  • Das Personal ist hilfsbereit und freundlich, besonders die Kassiererin mit den pinken Haaren ist sehr beliebt.
  • Täglich neue Produkte, oft günstig unter 1 Euro, lohnt sich wöchentlich vorbeizuschauen.
  • Sortiment wechselt regelmäßig, daher lohnt sich ein Besuch für Schnäppchenjäger.

Eigenschaften

Ganzjährig

Ausflug Kultur Berlin: Weltall-Erde-Mensch Erlebnis

Der POI „Weltall-Erde-Mensch“ in Berlin bezieht sich auf ein einzigartiges kulturelles und historisches Phänomen der ehemaligen DDR. Ursprünglich handelt es sich dabei um ein umfangreiches Sammelwerk, das von 1954 bis 1974 in insgesamt 22 Auflagen im Verlag Neues Leben in Berlin herausgegeben wurde. Mit einer Gesamtauflage von rund vier Millionen Exemplaren zählt es zu den meistverbreiteten Werken seiner Zeit und war besonders als Jugendweihgeschenk weit verbreitet.

Das Werk gliedert sich in drei Hauptkapitel, die jeweils naturwissenschaftliche und ideologische Themen behandeln: „Das Weltall“, „Die Erde und die Entwicklung des Lebens“ sowie „Der Mensch und die Gesellschaft“. Es vertritt eine marxistisch-leninistische Weltanschauung und zeichnet sich durch atheistische Grundhaltungen aus, weshalb es auch zu Protesten seitens der Kirche führte. Die Beiträge stammen von namhaften Autoren wie Rolf Dörge, Diedrich Wattenberg und Jakob Segal und bieten einen fundierten Einblick in Themen wie Atomphysik, Astronomie, Geologie, Biologie und Gesellschaftslehre.

Die Illustrationen des Werkes wurden unter anderem von Zdeněk Burian und Eberhard Binder-Staßfurt erstellt und tragen maßgeblich zur Anschaulichkeit und Popularität des Werkes bei. Neben wissenschaftlichen Inhalten dienten die Bücher auch der politischen Bildung im Sinne des sozialistischen Staates. Nach 1975 wurde die Reihe durch andere Werke wie „Der Sozialismus, Deine Welt“ und später „Vom Sinn unseres Lebens“ abgelöst.

Heute ist „Weltall-Erde-Mensch“ nicht nur ein historisches Dokument der DDR-Ideologie, sondern auch ein begehrtes Sammlerobjekt. In Berlin kann man dieses kulturhistorische Erbe in verschiedenen Kontexten entdecken – etwa in Museen, Bibliotheken oder bei Antiquariaten. Es verkörpert eine Epoche, in der Bücher nicht nur Wissen vermittelten, sondern auch Weltbild und Ideologie prägten. Der POI erinnert somit eindrucksvoll an die Rolle von Bildung und Propaganda in der DDR und ist ein lohnendes Ziel für Interessierte der Zeitgeschichte sowie der Entwicklung naturwissenschaftlicher und gesellschaftlicher Konzepte im 20. Jahrhundert.

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