Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Highlights
- Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin zeigt Alltagsgegenstände und Design des 20. und 21. Jahrhunderts.
- Es beherbergt über 20.000 Objekte und 35.000 Dokumente zur industriellen Sachkultur.
- Seit Mai 2024 befindet sich das Museum in der Leipziger Straße 54.
Tipps
- Das Museum zeigt Alltagsgegenstände und Designobjekte des 20. und 21. Jahrhunderts, die vom Deutschen Werkbund beeinflusst wurden.
- Interessierte können an Workshops teilnehmen, um eigene Gestaltungsprojekte umzusetzen.
- Führungen bieten Einblicke in die Dauerausstellung und wechselnde Sonderausstellungen mit Fokus auf Produktdesign und Alltagskultur.
Eigenschaften
Über Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin widmet sich der Sachkultur des 20. und 21. Jahrhunderts, die maßgeblich von industrieller Massen- und Warenproduktion geprägt ist. Es versteht sich als Ort der Forschung, Bewahrung und Präsentation von Alltagsgegenständen, Produktdesign und kulturellen Artefakten, die das Leben der Menschen in der Industriegesellschaft nachhaltig geprägt haben. Die Sammlung umfasst rund 20.000 Objekte sowie 35.000 Dokumente, darunter auch das Archiv des Deutschen Werkbunds, einer einflussreichen Vereinigung von Künstler*innen, Industriellen und Kulturpolitiker*innen, die sich ab 1907 für eine Reform der Gestaltung im Zuge der Industrialisierung einsetzte.
Die Ausstellungen des Museums thematisieren die Vielfalt an Dingen, die den Alltag der Menschen bestimmen – von kunstgewerblichen Einzelstücken über industrielle Serienprodukte bis hin zu anonymem Design und sogenanntem „Kitsch“. Dabei werden nicht nur Objekte des Deutschen Werkbunds gezeigt, sondern auch Bezüge zur breiteren Kulturgeschichte gezogen. Die Präsentationen sind häufig interdisziplinär angelegt und ermöglichen sowohl kulturhistorische als auch soziologische und technische Zugänge. Die Dauerausstellung sowie wechselnde Schauungen bieten Einblicke in die Entwicklung von Form, Funktion und Material der Dinge im 20. Jahrhundert und darüber hinaus.
Das Museum befindet sich seit 2024 in der Leipziger Straße im Berliner Ortsteil Mitte, nachdem der vorherige Standort in der Oranienstraße geschlossen wurde. Es wird von einem gemeinnützigen Verein getragen, der sich sowohl der wissenschaftlichen Dokumentation als auch der zeitgenössischen Reflexion des Werkbundschaffens widmet. Neben der Ausstellungsarbeit vermittelt das Museum in Form von Workshops, Führungen und Vorträgen Wissen über Design, Alltagskultur und gesellschaftliche Entwicklungen. Besucher*innen berichten von einer spannenden und vielschichtigen Sammlung, die Erinnerungen weckt und gleichzeitig kritisch hinterfragt, wie und warum Dinge entstehen und welche Bedeutung sie tragen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der sogenannten „Dingpflegschaft“, mit der das Museum Unterstützer*innen einlädt, sich aktiv an der Pflege und Erhaltung der Sammlung zu beteiligen. Neben der Dauerausstellung werden regelmäßig Sonderausstellungen zu aktuellen Themen der Alltagskultur und Designgeschichte gezeigt. Die pädagogische Arbeit richtet sich sowohl an Familien als auch an Schulen und Erwachsene, wobei die Zugänglichkeit durch verschiedene Formate gefördert wird. Die kuratorische Gestaltung der Räume wird dabei von Besucher*innen als gelungen und informativ wahrgenommen, wenngleich die Eignung für jüngere Kinder je nach Interesse variieren kann.