Willy Holz
Highlights
- Willy Holz wurde am 10. November 1908 in Berlin geboren und lebte zuletzt in der Rochstraße 1 in Berlin-Mitte.
- Er wurde am 12. März 1943 nach Auschwitz deportiert und später nach Buchenwald überführt, wo er 1945 starb.
- Holz arbeitete vor seiner Deportation als Bautechniker und später für die Jüdische Gemeinde Berlin.
Tipps
- Besucher können den Stolperstein für Willy Holz in der Rochstraße 1 in Berlin-Mitte finden.
- Die Biografie von Willy Holz zeigt eindrücklich das Schicksal jüdischer Berliner unter dem NS-Regime.
- Interessierte sollten sich vorab über die Geschichte der Stolpersteine und deren Bedeutung informieren.
Eigenschaften
Ausflug Kultur Denkmal Berlin Willy Holz
Der Stolperstein für Willy Holz erinnert in Berlin-Mitte an das Schicksal eines jüdischen Bautechnikers, der während der NS-Zeit Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurde. Willy Holz wurde in Berlin geboren und wuchs in der damaligen Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg auf. Seine Eltern, Hedwig und Ernst Siegfried Holz, stammten ursprünglich aus Schlesien und hatten sich zuvor nach Mariendorf niedergelassen, bevor die Familie schließlich nach Mahlsdorf zog. Dort absolvierte Willy Holz eine Ausbildung zum Bautechniker und arbeitete zunächst bei den Berliner Bausteinwerken, bis er aufgrund seiner jüdischen Herkunft gezwungen wurde, seinen Beruf aufzugeben.
Nach seiner Entlassung aus der Privatwirtschaft engagierte sich Willy Holz in der jüdischen Gemeinde Berlin, wo er unter anderem als Ausbilder an der sogenannten Bauschule tätig war. Als diese 1941 geschlossen wurde, wurde er zu einfachen Hilfsarbeiten eingesetzt. Im Zuge der zunehmenden Verfolgung der jüdischen Bevölkerung wurden auch Willy Holz sowie seine Eltern im Jahr 1943 von der Gestapo verhaftet. Während seine Eltern in das Ghetto Theresienstadt deportiert wurden, brachte man Willy Holz nach Auschwitz. Dort wurde er mehrere Monate lang als Zwangsarbeiter missbraucht. Kurz vor Kriegsende wurde er zusammen mit tausenden weiteren Häftlingen in das Konzentrationslager Buchenwald transportiert, wo er vermutlich während eines Todesmarsches oder in einem Außenlager starb.
Der Stolperstein für Willy Holz wurde im Jahr 2011 in der Rochstraße 1 verlegt, einem Ort, an dem er zeitweise mit seinen Eltern in einer Untermiete wohnte. Die Gedenkstätte erinnert nicht nur an sein persönliches Schicksal, sondern steht exemplarisch für die vielen jüdischen Bürger Berlins, die systematisch verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Seine Mutter Hedwig überlebte den Holocaust und floh nach dem Krieg zunächst in die Schweiz, später emigrierte sie nach Palästina. Willys Bruder Herbert und dessen Ehefrau Liselotte kamen wie er selbst im KZ Auschwitz ums Leben. Der Stolperstein ist Teil des Projekts „Stolpersteine in Berlin“, das unter der Leitung von Dr. Silvija Kavčič die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten möchte.
Die Biografie von Willy Holz zeigt eindrücklich, wie die nationalsozialistische Diktatur das Leben ganzer Familien zerstörte. Als Bautechniker hatte er eine fest verankerte berufliche Zukunft, doch seine jüdische Identität wurde zum Todesurteil. Sein Tod ist ein Zeugnis der unmenschlichen Verhältnisse in den Konzentrationslagern und der Willkür der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Der Stolperstein in Berlin-Mitte lädt dazu ein, innezuhalten und sich an das Leben eines Menschen zu erinnern, der ein Teil der vielfältigen und vielschichtigen Geschichte der Stadt war – ein Leben, das durch ideologischen Fanatismus und staatlich organisierte Mordlust brutal beendet wurde.
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Häufige Fragen zu Willy Holz
Wer war Willy Holz und welchen Beruf übte er aus?
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Welche Rolle spielte die Jüdische Gemeinde in Willy Holz' Leben?
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Wann und wohin wurde Willy Holz deportiert?
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Was geschah mit Willys Familie während der NS-Zeit?
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Wo und wann wurde Willy Holz zuletzt lebend gesehen?
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