Zietenplatz
Highlights
- Der Zietenplatz in Berlin-Mitte entstand 1737 und wurde 2007 nach historischem Vorbild neu gestaltet.
- Er grenzt an die Mauerstraße, Wilhelmstraße und Anton-Wilhelm-Amo-Straße und umfasst rund 1400 m².
- Auf dem Platz stehen die Thüringische Landesvertretung und die Nordkoreanische Botschaft.
Tipps
- Der Zietenplatz in Berlin-Mitte ist gut geeignet, um in ruhiger Atmosphäre zu verweilen, besonders auf den grünen Flächen und Bänken im Osten des Platzes.
- Fußgänger sollten auf die stark befahrene Wilhelmstraße achten, wenn sie den Platz überqueren.
- Die historische Gestaltung des Platzes lädt dazu ein, sich in der Umgebung der barocken Anlage aufzuhalten, fernab des Verkehrslärms.
Eigenschaften
Über Zietenplatz
Der Zietenplatz liegt im Berliner Ortsteil Mitte und zählt zu den öffentlichen Plätzen der Stadt. Benannt ist er nach dem preußischen Reitergeneral Hans Joachim von Zieten. Ursprünglich 1737 als Exerzierplatz angelegt, entwickelte sich der Platz im Laufe der Jahrhunderte zu einem städtebaulich bedeutenden Ort in der historischen Friedrichstadt. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde er in der DDR-Zeit umgestaltet und diente unter anderem als Abstellfläche für Fahrzeuge. In den Jahren 2004 bis 2007 erfolgte eine umfassende Neugestaltung, bei der der Platz in seiner ursprünglichen Form teilweise rekonstruiert wurde. Die Maßnahme kostete rund 1,5 Millionen Euro.
Heute gliedert sich der Zietenplatz in eine breitere Grünfläche im Osten, die an die Mauerstraße und die Anton-Wilhelm-Amo-Straße grenzt, sowie eine schmalere Steinfläche im Westen entlang der Wilhelmstraße. Die Platzfläche umfasst etwa 1400 Quadratmeter. Am Platz sind verschiedene historische und politische Bauwerke zu finden, darunter die Thüringische Landesvertretung im Nordosten sowie die nordkoreanische Botschaft im Süden. Letztere markiert den Standort des ehemaligen Hotel Kaiserhof, das in der Zeit des Nationalsozialismus als Ausgangspunkt für Wahlkampfaktivitäten diente.
Ein besonderes Merkmal des Platzes sind die vier Bronzestatuen preußischer Militärführer, die ursprünglich auf dem benachbarten Wilhelmplatz aufgestellt wurden. Nach deren Entfernung in der DDR wurden sie in den Jahren um 2009 durch die Schadow-Gesellschaft auf dem Zietenplatz wieder errichtet. Die Figuren zeigen Kurt Christoph Graf von Schwerin, Hans Karl von Winterfeldt, James Francis Edward Keith und Friedrich Wilhelm von Seydlitz. Sie tragen zur städtebaulichen und kulturhistorischen Bedeutung des Ortes bei. Die Atmosphäre wird dabei sowohl von der begrünten Gestaltung als auch vom Verkehrslärm geprägt, da der Platz stark befahren ist.
Trotz seiner zentralen Lage und seiner historischen Ausstattung wird der Zietenplatz von einigen Besucherinnen und Besuchern als durch städtebauliche Eingriffe der Vergangenheit belastet wahrgenommen. Insbesondere die architektonischen Veränderungen der DDR-Zeit und die Umgebungsbauten stehen im Kontrast zu den restaurierten Elementen. Dennoch bietet der Platz aufgrund seiner Sitzgelegenheiten und seiner ruhigen Grünflächen Gelegenheit zur Erholung im Alltag. Die Kombination aus historischer Präsenz und urbanem Kontext macht ihn zu einem interessanten Ort im Stadtbild Berlins.