Denkmal/Gedenkstätte

FrauenOrt Margit Schötschel Figurengruppe „Familie“

Gorkistraße 2, 16341 Bernau bei Berlin

Highlights

  • Margit Schötschels Skulpturengruppe ‚Familie‘ (1977) steht als bleibendes Werk in Bernau und zeigt ihren künstlerischen Ausdruck.
  • Die Bildhauerin schuf 39 Köpfe als Teil ihrer frühen Arbeiten, die international auf Ausstellungen beeindruckten.
  • Schötschel prägte 1989 mit der kommunalen Galerie Bernau als letzte DDR-Kunstgalerie ein kulturelles Erbe Brandenburgs.

Tipps

  • Die Figurengruppe ‚Familie‘ von Margit Schötschel zeigt den künstlerischen Stil des Bildhauers Friedrich Schötschel und bietet Einblicke in dessen Werkweise und Themen.
  • Der Standort der Skulptur ermöglicht eine Betrachtung im Außenbereich, wobei die natürliche Umgebung die Wirkung der künstlerischen Darstellung unterstreicht.
  • Die Skulptur gehört zu den frühen Werken aus dem Jahr 1977 und dokumentiert die Entwicklung der DDR-Kunst sowie die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Motiven.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Familie von Margit Schötschel – Bernau

Der FrauenOrt Margit Schötschel Figurengruppe „Familie“ in Bernau bei Berlin ist ein bedeutendes künstlerisches Denkmal, das die Arbeit der Bildhauerin Margit Schötschel (geb. Die Figurengruppe entstand in den 1970er-Jahren und zeigt eine Gruppe von Menschen in einer natürlichen, fast lebendigen Haltung. Schötschel, die sich früh für künstlerischen Ausdruck interessierte, entwickelte hier ein Werk, das bis heute als herausragendes Beispiel der DDR-Kunst gilt. Die Skulptur steht als Symbol für menschliche Verbundenheit und wurde Teil des öffentlichen Raums in Bernau.

Margit Schötschel prägte mit ihrer Arbeit die Kunstszene der Region. Nach ihrem Studium und ersten künstlerischen Schritten lernte sie den Bildhauer Friedrich Schötschel kennen, dessen Einfluss ihre eigene Entwicklung maßgeblich prägte. Ihre Figurengruppe „Familie“ entstand in einer Zeit, in der sie bereits international beachtet wurde – 1977 präsentierte sie auf einer Ausstellung 39 Köpfe, die weltweit auf Ausstellungen reisten und ihr einen festen Platz in der Kunstgeschichte sicherten. Die Skulptur in Bernau ist ein Teil dieses Schaffens und spiegelt ihre Fähigkeit wider, menschliche Beziehungen plastisch und emotional darzustellen.

Bernau bei Berlin war in den 1980er-Jahren ein wichtiger Ort für kulturelle Initiativen. 1989 gründete Margit Schötschel gemeinsam mit 17 weiteren Künstlerinnen und Künstlern die kommunale Galerie Bernau – eine der letzten nicht-kommerziellen Galerien aus der DDR-Zeit. Dieser Ort blieb auch nach der Wende ein bedeutender Ausstellungsraum und trägt bis heute zur kulturellen Vielfalt der Region bei. Die Figurengruppe „Familie“ steht dabei als stummer Zeuge dieser künstlerischen Bewegung und als Mahnmal für die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum.

Die Skulptur selbst ist ein Werk aus Stein oder Bronze, das durch seine organische Form und die Darstellung einer Familie in Alltagssituationen besticht. Sie lädt Besucherinnen und Besucher ein, über menschliche Beziehungen nachzudenken und die Handwerkskunst der Bildhauerin zu würdigen. Als historisches Denkmal verbindet der FrauenOrt Kunstgeschichte mit lokaler Identität und zeigt, wie Kunst den öffentlichen Raum bereichert – nicht nur in Bernau, sondern als Teil einer größeren künstlerischen Tradition der Region.

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