Erlenbruch Grenschede
Eigenschaften
Ausflug Natur Schutz NSG Erlenbruch Grenschede Bestwig
Das Naturschutzgebiet Erlenbruch Grenschede befindet sich im Gemeindegebiet von Bestwig im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen. Es liegt im östlichen Teil des Arnsberger Waldes nördlich von Velmede und zählt zu den besonders schutzwürdigen Landschaftsbereichen der Region. Mit einer Fläche von 1,24 Hektar ist das Gebiet relativ klein, aber von hoher ökologischer Bedeutung. Es wurde offiziell als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen, um den seltenen Schwarzerlenbruchwald und seine artenreiche Lebenswelt langfristig zu erhalten.
Der Erlenbruch befindet sich in einer Höhenlage von etwa 500 Metern und zeichnet sich durch feuchte bis quellige Standorte aus, aus denen ein namenloser Bach entspringt. Das Gelände wechselt zwischen frisch-feuchten Bereichen und stärker vernässten Flächen, auf denen sich ein artenreicher Bruchwald etabliert hat. Umgeben wird das Gebiet von Rotfichtenwäldern, was den Kontrast zu den feuchtliebenden Laubbäumen des Bruchs noch verdeutlicht. Im NSG kommen mehrere gefährdete Pflanzenarten vor, darunter unter anderem der Adlerfarn, die Sumpf-Veilchen und das Gefleckte Knabenkraut. Auch verschiedene Tierarten profitieren von diesem wertvollen Biotop, darunter Insekten und Vogelarten, die auf die strukturreichen Laubwaldflächen angewiesen sind.
Das Schutzziel des Naturschutzgebiets besteht darin, den Erlenbruchwald samt seiner typischen Artenvielfalt zu erhalten und gegebenenfalls zu optimieren. Dabei spielt auch die Erhaltung des Quellbaches eine Rolle, der einen wichtigen Lebensraum in der fichtendominierten Waldlandschaft darstellt. Um den natürlichen Charakter des Gebiets langfristig zu sichern, sind Maßnahmen zur Rückdrängung nicht heimischer Gehölze vorgesehen, insbesondere der Fichten im Inneren des NSG. Diese sollen schrittweise entfernt werden, um die Entwicklung eines bodenständigen Laubwalds zu ermöglichen. Damit trägt das NSG auch zur Stärkung des landschaftlichen Erscheinungsbildes und zur Identitätsbildung im Naturraum Arnsberger Wald bei.
Das NSG grenzt südlich an das ebenfalls unter Naturschutz stehende Moor- und Bruchwaldgebiet Moorbirkenbruch am Gemeinheitskopf, wodurch ein zusammenhängender schutzrelevanter Komplex entsteht. Diese räumliche Nähe unterstreicht die Bedeutung des Erlenbruchs als Teil eines größeren Biotopverbunds, der besonders für seltene Feuchtbiotope von hoher Landschaftsbedeutung ist. Aufgrund seiner besonderen ökologischen Eigenart und Seltenheit wurde das Gebiet in den Landschaftsplan der Gemeinde Bestwig aufgenommen und damit rechtlich geschützt.