Kirche/Kloster

Deutsches orthodoxes Dreifaltigkeitskloster

37619 Bodenwerder

Highlights

  • Gegründet 1990, leben im Kloster sechs Mönche, darunter zwei Priestermönche, ein Diakon und ein Novize.
  • Die Architektur vereint byzantinische und sächsische Vorromanik, inspiriert von Athosklöstern und regionalen Traditionen.

Tipps

  • Das Kloster bietet eine einzigartige Verbindung von byzantinischer und sächsischer Architektur und lädt zur Besinnung ein.
  • Besucher können die Klosterkirche und Krypta besichtigen und sich über die Geschichte des Ortes informieren.
  • Ein Respektvoller Umgang mit der spirituellen Atmosphäre sowie leise Kleidung sind vor Ort ratsam.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Deutsches orthodoxes Dreifaltigkeitskloster

Das Deutsche Orthodoxe Dreifaltigkeitskloster in Buchhagen, einem Ortsteil von Bodenwerder im Landkreis Holzminden, ist eine Niederlassung orthodoxer Mönche und gehört zur bulgarischen-orthodoxen Metropolie von West- und Mitteleuropa. Es gilt als das einzige Kloster dieser Tradition in der Region und versteht sich in der geistlichen und bautechnischen Tradition der Athosklöster. Die Architektur vereint Elemente des byzantinischen Stils mit Anleihen an die sächsische Vorromanik, was dem Komplex ein besonderes ästhetisches und kulturelles Profil verleiht.

Die Geschichte des Klosters beginnt in West-Berlin, wo in den 1980er Jahren eine kleine Gemeinschaft orthodoxer Männer ein gemeinsames religiöses Leben führte und sich schließlich auf die Gründung eines Klosters vorbereitete. Nach dem Erwerb eines Grundstücks in Buchhagen in den frühen 1990er Jahren errichteten die Mönche in Eigenregie zunächst ein Konventsgebäude mit Kapelle und später eine Krypta. Die Bauarbeiten orientierten sich an kirchlichen Vorgaben sowie an historischen Baustilen, wobei die Planung maßgeblich vom Abt Johannes Pfeiffer stammt. Die Bauausführung erfolgte unter Beteiligung des St.-Martin-Ordens aus Detmold.

Der Klosterkomplex gliedert sich in mehrere zentrale Baukörper, darunter das Katholikon, die Krypta, ein Glockenturm geweiht dem Erzengel Michael sowie weitere sakrale und funktionale Gebäude. Die Krypta orientiert sich formal an frühchristlichen Kirchen und verfügt über einen Narthex, einen Ambo und einen Zelebrantensitz. Besonders bemerkenswert ist die Nachbildung des heiligen Grabes von Jerusalem westlich der Sakristei. Umgeben wird das Gelände von einer Mauer mit achteckigen Türmchen, der Zugang erfolgt über eine Holzpforte mit einer Ikone. Im Außenbereich befindet sich zudem ein Weihwasserbrunnen in Form eines Monopteros, der der Mutter Gottes gewidmet ist.

Im Kloster leben mehrere Mönche, darunter auch Priestermönche, ein Diakon und Novizen. Die Gemeinschaft führt ein asketisches Leben im Einklang mit der orthodoxen Tradition. Neben dem liturgischen Leben widmen sich die Mönche der Pflege spiritueller und kultureller Güter. Das Kloster beherbergt zudem eine beachtliche Sammlung von Reliquien, die für das religiöse Leben der Gemeinschaft von großer Bedeutung sind.

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