Denkmal/Gedenkstätte

Anna Netheim

37688 Beverungen

Tipps

  • Besucher finden Informationen zur jüdischen Geschichte Ottbergens im Forum Jacob Pins Höxter.
  • Der ehemalige jüdische Friedhof ist über einen Wirtschaftsweg im Gebiet „Im Busch“ erreichbar.
  • Stolpersteine vor ehemaligen Wohnhäusern erinnern seit 2009 an die deportierten Familien.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Denkmal Anna Netheim Beverungen

Die Anna Netheim in Beverungen ist ein bedeutendes Denkmal für die jüdische Geschichte der Region und erinnert an die Familie Netheim, die über mehrere Generationen in Ottbergen lebte. Der Name geht auf Feibelmann Gumpert zurück, der im frühen 19. Jahrhundert den Familiennamen Netheim annahm. Die Familie wurde zu einer der bekanntesten jüdischen Familien der Gegend, obwohl die Zahl der jüdischen Einwohner in Ottbergen nie hoch war und es dort keine eigene Synagogengemeinde gab. Stattdessen besuchten die jüdischen Bewohner die Synagoge im nahegelegenen Bruchhausen.

Die Geschichte der Familie Netheim ist eng verknüpft mit der jüdischen Gemeinschaft in Ottbergen, die trotz ihrer geringen Größe über einen eigenen Friedhof verfügte. Auf dem Gelände „Im Busch“ wurden jüdische Familienangehörige beigesetzt, darunter auch Mitglieder der Familie Netheim. Heute erinnert eine Gedenktafel sowie einige erhaltene Grabsteine an diesen Friedhof, der bis ins frühe 20. Jahrhundert genutzt wurde. Einige Grabsteine wurden restauriert und tragen hebräische Inschriften, die Familienangehörige wie Herz und Levi Netheim ehren.

Im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung wurde das Leben der jüdischen Familien in Ottbergen zunehmend bedrohlich. In der sogenannten Reichskristallnacht 1938 wurden jüdische Häuser beschmiert und später „arisiert“. Die letzten Familienmitglieder der Netheims mussten in beengten Verhältnissen leben, bevor sie 1942 deportiert wurden. Vier jüngere Angehörige wurden nach Auschwitz, die älteste Tochter Beate Kugelmann nach Theresienstadt verschleppt – keiner von ihnen überlebte den Holocaust. Seit 2009 erinnern Stolpersteine vor den ehemaligen Wohnhäusern an die Opfer der Shoah aus Ottbergen.

Die Anna Netheim steht somit exemplarisch für das jüdische Leben, das einst in Beverungen und Umgebung existierte, und mahnt gleichzeitig die schrecklichen Ereignisse des 20. Jahrhunderts nicht zu vergessen. Sie ist Teil der kulturellen Erinnerungskultur des Kreises Höxter und wird heute von vielen Besucherinnen und Besuchern als wichtiger Ort der Auseinandersetzung mit der Geschichte wahrgenommen. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,8 von 5 Sternen zeigt sich, dass der Gedenkort bei Besuchern auf großes Interesse und Respekt stößt.

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Häufige Fragen zu Anna Netheim

Wer war Anna Netheim in Beverungen?
Anna Netheim war eine Angehörige der jüdischen Familie Netheim, die seit dem 18. Jahrhundert in Ottbergen lebte. Sie wurde am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam dort um. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Was geschah mit der Familie Netheim während der NS-Zeit?
Mitglieder der Familie Netheim wurden 1938 verfolgt, ihre Häuser 'arisiert' und sie selbst 1942 deportiert. Vier Familienmitglieder starben in Auschwitz, eines in Theresienstadt. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Gibt es Gedenksteine für die Familie Netheim in Ottbergen?
Ja, seit August 2009 erinnern Stolpersteine vor den ehemaligen Wohnhäusern in Ottbergen an die jüdischen Bürger, darunter auch an die Familie Netheim. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Wo lag der jüdische Friedhof in Ottbergen?
Der jüdische Friedhof lag im Ottberger Ortsteil 'Im Busch' nahe des Bruchbergbaches. Heute ist dort eine Gedenktafel sowie einige erhaltene Grabsteine zu sehen. Stand Juni 2026.

Quelle: website