Burg/Schloss

Burg Herstelle

Carolus-Magnus-Straße 10, 13357 Beverungen

Highlights

  • Die Burg Herstelle entstand im Dreiländereck NRW/Niedersachsen/Hessen, wurde 1657 nach einem Brand an den Minoritenorden und als bischöfliche Domäne übergeben.
  • 1832 fügte der Paderborner Bischof Franz Egon von Fürstenberg ein neugotisches Hauptgebäude und einen Rundturm zum verputzten Amtshaus hinzu.
  • Seit 2006 saniert die Familie Hörning das Denkmal und nutzt es als Kulturzentrum mit Kunstkursen wie Malerei, Zeichnen und Illustration.

Tipps

  • Die Burg Herstelle bietet regelmäßig künstlerische Workshops an, die von Anfängern bis zu Fortgeschrittenen verschiedene Techniken wie Malerei, Zeichnen oder Fotografie abdecken.
  • Das neugotische Hauptgebäude und der Rundturm zeigen architektonische Besonderheiten aus dem 19. Jahrhundert, die an die historische Nutzung als erzbischöfliche Domäne erinnern.
  • Ein barrierefreier Zugang ermöglicht es Besuchern, die Außenanlagen und Teile der Burg auch mit Rollstuhl oder Gehhilfen zu erkunden.

Eigenschaften

Kulturell Ganzjährig

Burg Herstelle in Beverungen – Kultur-Ausflug

Die Burg Herstelle in Beverungen ist ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Geschichte und künstlerischer Tradition, das sich tief in der Region verwurzelt hat. Die genaue Entstehungszeit der Anlage ist nicht überliefert, doch ihre Spuren reichen bis in die frühe Neuzeit zurück. Besonders prägend war die Zeit um 1656/57, als nach einem Brand Teile der Ruinen dem Minoritenorden überlassen wurden, der eine Kirche in den Überresten errichtete. Der verbleibende Teil diente als erzbischöfliche Domäne und blieb bis ins 19. Jahrhundert ein wichtiger Verwaltungssitz.

Ein markanter Umbau erfolgte im frühen 19. Jahrhundert, als das heutige neugotische Hauptgebäude mit seinem steinsichtigen Fachwerk und dem zinnenbekrönten Rundturm entstand. Das angeschlossene Amtshaus mit Mansarddach stammt aus der Zeit um 1798 und wurde vom Paderborner Bischof Franz Egon von Fürstenberg in Auftrag gegeben. Diese Architektur verbindet historische Substanz mit neugotischen Elementen und schafft so ein einzigartiges Bild der regionalen Baukunst – ein seltenes Beispiel für die Verbindung von Sakral- und Profanbau in einer Anlage.

Seit 2006 liegt die Burg in den Händen der Familie Hörning, die sich mit großer Hingabe der Bewahrung und sinnvollen Nutzung des Denkmals verschrieben hat. Im Mittelpunkt steht dabei die Wiederbelebung des Burgs als kulturelles Zentrum, das an die Tradition als Ort der Kunst und des kreativen Austauschs anknüpft. Durch gezielte Sanierungen wurde nicht nur die Bausubstanz gerettet, sondern auch ein lebendiges Programm entwickelt, das Künstler:innen und Besucher:innen verbindet.

Heute ist die Burg Herstelle ein lebendiges Atelier und Veranstaltungsort für künstlerische Workshops und Ausstellungen. Von Malerei und Zeichnung über hyperrealistische Techniken bis hin zu Bilderbuchillustration und Fotografie bieten renommierte Künstler:innen Einführungen und Fortgeschrittenenkurse an. Besonders beliebt sind die thematischen Schwerpunkte wie die Einführung in die Pleinairmalerei oder die Arbeit mit traditionellen Techniken wie Gouache und Öl. Die Burg wird so zu einem Ort der Inspiration, an dem Handwerk und moderne Kunst aufeinandertreffen – ein einzigartiges Erlebnis für alle, die sich für kreative Prozesse begeistern.

Mit ihrer Mischung aus historischer Authentizität und lebendiger Kulturlandschaft verkörpert die Burg Herstelle den Geist eines Ortes, der nicht nur Vergangenheit bewahrt, sondern sie aktiv weiterentwickelt. Sie steht als Beispiel dafür, wie Denkmalschutz und moderne Nutzung Hand in Hand gehen können – und lädt alle ein, selbst Teil dieser kreativen Geschichte zu werden.

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