Lichtenberg Studios
Highlights
- Lichtenberg Studios (2011–2025) bot 237 Künstler:innen ein Atelier- und Wohnumfeld mit Fokus auf Bezirkskunst jenseits des Mainstreams.
- Durch Workshops, Lectures und Publikationen (83 Hefte) prägte das Projekt künstlerische Dialoge – oft mit lokalen Bezügen und Naturbezug.
- Vertikale Leinwand (160×350 cm) und kolorierte Zeichnungen dokumentieren ortsgebundene künstlerische Prozesse und Spannungsfelder.
Tipps
- Ein Besuch bietet Einblicke in die vielfältigen künstlerischen Prozesse, die seit 2011 in den Studios stattfanden und den Bezirk Lichtenberg als inspirierende Kulisse nutzten.
- Die Räumlichkeiten ermöglichen durch ihre offene Gestaltung Begegnungen zwischen Künstler:innen, Besucher:innen und den präsentierten Werken in ungezwungener Atmosphäre.
Eigenschaften
Kultur & Galerie Lichtenberg Studios
Das Lichtenberg Studios im Bezirk Lichtenberg ist ein einzigartiges Kunstzentrum, das seit seiner Gründung 2011 als offener Raum für künstlerische Experimentierfreude und interdisziplinären Austausch fungiert. Hier treffen sich Künstler:innen, Forscher:innen und Besucher:innen, um neue Perspektiven auf den Bezirk zu entwickeln – oft abseits der klassischen Kunstszene. Im Mittelpunkt stehen ungezwungene Begegnungen, Workshops und Ausstellungen, die das Viertel als inspirierende Kulisse nutzen und gleichzeitig seine Geschichten sichtbar machen.
Ein zentrales Element des Projekts sind die Resident:innen, die in den Studios wohnen und arbeiten. Während ihres Aufenthalts entstehen Werke, die sich mit dem Bezirk auseinandersetzen – sei es durch Zeichnungen, Installationen oder fotografische Projekte. Besonders bemerkenswert ist die Heftreihe mit über 80 Titeln, die dokumentiert, wie Kunst und Alltag im Lichtenberg verwoben sind. Auch die regelmäßigen Lectures und öffentlichen Veranstaltungen wie Dinnerpartys förderten den Dialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Gemeinschaft.
Die Arbeit der Lichtenberg Studios war stets von einer dialogischen Haltung geprägt: Jeder Ort im Bezirk erzählt eine eigene Geschichte, sei es durch seine Architektur, seine Geschichte oder seine Natur. Diese Spannungen wurden in Projekten wie einer riesigen, vertikalen Leinwand (160 × 350 cm) verarbeitet, die fotografische Techniken mit Acrylmalerei verbindet. Solche Werke zeigen, wie Kunst den Bezirk neu interpretiert – mal kritisch, mal poetisch, immer aber mit Bezug zur lokalen Realität.
Nach über einem Jahrzehnt künstlerischer Tätigkeit steht das Projekt vor einem Übergang. Sie bleiben ein Beispiel dafür, wie Kunst Bezirke entdeckbar macht – nicht als Museum, sondern als lebendigen Ort des Austauschs.
Wer das Lichtenberg Studios besucht, findet hier keine klassische Ausstellung, sondern eine Einladung zum Verweilen. Ob bei einer Ausstellung, einem Workshop oder einer spontanen Begegnung: Das Zentrum zeigt, wie Kunst und Alltag sich gegenseitig bereichern können – ganz ohne festgelegte Regeln. Der Bezirk Lichtenberg wird so zum Labor der Kreativität, in dem neue Geschichten entstehen.