Kirche/Kloster

ehemaliges Benediktiner Kloster Biburg

Eberhardpl. 1, 93354 Biburg

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Sakral Biburg: Ehemaliges Benediktiner Kloster Biburg

Das ehemalige Benediktiner Kloster Biburg zählt zu den bedeutendsten sakralen Kulturdenkmälern Bayerns und ist ein beeindruckendes Zeugnis mittelalterlicher Klosterarchitektur. Die Anlage wurde im Auftrag der „Seligen Bertha“, der Gemahlin von Graf Heinrich I. von Sittling, gegründet, nachdem sie und ihr Ehemann ihre Burg Biburg der Domkirche Bamberg vermacht hatten. Bereits kurze Zeit später entstand an dieser Stelle ein Klosterkomplex, der sowohl als Männer- als auch als Frauenkloster errichtet wurde, bevor es nach einem Brand im Mittelalter nur noch als Männerkloster weiterbestand. Die Klosterkirche Maria Immaculata, die nahezu unverändert aus der romanischen Bauzeit um die Mitte des 12. Jahrhunderts erhalten geblieben ist, gilt als eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke in Altbayern.

Nach verschiedenen historischen Wandlungen, darunter die Nutzung durch Jesuiten und später durch den Malteserorden, gelangte das Kloster im Zuge der Säkularisation in bayerisches Staatsbesitz. Im 19. und 20. Jahrhundert erfüllten die Gebäude unterschiedliche Funktionen: Neben einer Klosterbrauerei, die bis ins 20. Jahrhundert bestand, dienten sie unter anderem als Bildungsstätte. In den 1990er Jahren wurde die Anlage stillgelegt, bevor sie ab 2017 umfassend saniert und in Wohnungen sowie gastronomische und kulturelle Räume umgewandelt wurde. Heute beherbergt das Gelände neben modernen Wohnungen auch einen Biergarten, der mit seiner idyllischen Atmosphäre und dem historischen Ambiente Besucher aus der Region und darüber hinaus anzieht.

Die Kirche selbst ist seit dem späten 18. Jahrhundert Pfarrkirche der Gemeinde Biburg und wurde in den 1880er Jahren im Stil der Reromanisierung umgestaltet. Ein besonderes Bauwerkmerkmal ist das im 16. Jahrhundert erbaute Netzrippengewölbe im Mittelschiff. Die ehemaligen Klostergebäude, die eng mit der Kirche verbunden sind, laden heute zum Verweilen ein. Der Klosterbiergarten genießt einen hohen Bekanntheitsgrad und wird regelmäßig mit seiner entspannten Atmosphäre, dem gepflegten Ambiente und der freundlichen Bedienung gelobt. Auch als Drehort des Films „Trans Bavaria“ im Jahr 2010 erlangte das Kloster zeitweilig mediale Aufmerksamkeit.

Ein weiteres geschichtsträchtiges Element des Klosters ist der sogenannte „Bertastein“, eine Deckplatte des Hochgrabes der Stifterin Bertha, die ursprünglich in der nahegelegenen Wallfahrtskirche Allersdorf lag und später in die Klosterkirche übertragen wurde. Heute erinnert dieser Stein im südlichen Seitenschiff an die bedeutende Rolle der Seligen Bertha bei der Gründung des Klosters. Die Kirche steht unter der Trägerschaft des Bistums Regensburg und bleibt sowohl kulturelles als auch spirituelles Zentrum der Gemeinde.

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