Höhle "Geldloch"
Highlights
- Die Höhle 'Geldloch' liegt im Sechspfarrenwald und wurde 2017 entdeckt.
- Sie ist Teil einer Sage über vergrabenes Geld und Geistererscheinungen.
- Vermessung und Erforschung erfolgten mit geliehenen technischen Geräten.
Tipps
- Vom Findling rechts am Bach entlanggehen bis zum Wegesende, dann Trampelpfad zur Höhle links oben.
- Auffinden kann sich lohnen, da steil und rutschig – besonders im Herbst – aufpassen und Geduld mitbringen.
- Licht mitnehmen, da es innen dunkel wird und der Ausstieg ohne Beleuchtung schwierig sein kann.
Eigenschaften
Über Höhle "Geldloch"
Die Höhle „Geldloch“ liegt im bayerischen Bidingen und ist in den Sechspfarrenwald eingebettet. Sie gilt als geheimnisumwittert und ist eng mit regionalen Sagen verknüpft. Der Name verweist auf eine alte Erzählung, laut der im Inneren der Höhle ein Schatz aus dem ehemaligen Schloss Echt versteckt worden sein soll. Die Sage berichtet auch von Geistern und missglückten Schatzsucheraktionen, bei denen angeblich das Licht erlosch und die Suchenden in Not gerieten. Diese Erzählungen tragen dazu bei, dass der Ort als rätselhaft und schwer zugänglich gilt.
Die Höhle wurde erst vor wenigen Jahren erstmals dokumentiert, nachdem langwierige Suchaktionen endlich zum Erfolg führten. Sie befindet sich oberhalb eines Bachlaufs und ist nicht über offizielle Wege erreichbar. Besucher berichten, dass der Zugang steil und rutschig ist, besonders im Herbst. Ein Trampelpfad führt vom Bach aufwärts zu einem Wasserfall, hinter dem sich die Höhle verbirgt. Der Eingang ist klein und erfordert etwas Klettergeschick. Im Inneren geht es zunächst leicht ansteigend in das Dunkel hinein. Ohne eigenes Licht ist das Ende der Höhle nicht zu erkennen. Im Eingangsbereich finden sich vereinzelte Spuren früherer Besucher sowie eine defekte Lampe.
Die Umgebung ist landschaftlich reizvoll und bietet einen abwechslungsreichen Mischwald mit natürlicher Wildnis. Der Sechspfarrenwald, in dem die Höhle liegt, ist bekannt für seine abgelegene und ruhige Atmosphäre. Die nächstgelegene Siedlung ist Echt, von dort aus allerdings kein direkter Weg zur Höhle vorhanden. Die übliche Wanderung beginnt über Burk und Riedhof, von wo aus ein Weg in Richtung Osten bis zu einer Gabelung mit einem Findling führt. Von dort aus verläuft der Weg entlang des Bachlaufs weiter bergauf. Die Höhle selbst ist nicht im offiziellen bayerischen Hühlenkataster verzeichnet, wurde aber inzwischen von Hobbyspezialisten ausgemessen und dokumentiert.
Die örtlichen Gegebenheiten machen den Besuch anspruchsvoll. Der Weg ist nicht ausgebaut, teilweise steil und erfordert Trittsicherheit. Im Herbst kann der Untergrund rutschig sein. Die Höhle ist nicht tief, doch ihr Zugang ist durch eine lose Netzkonstruktion gesichert, die vor einem Absturz warnen soll. Ein schmaler Pfad windet sich zickzackförmig nach oben, was frühere, bessere Wege vermuten lässt, die mittlerweile verfallen sind. Die Höhle wird von Zeit zu Zeit von Forschern und Naturliebhabern aufgesucht, die sich für die geologischen und kulturhistorischen Aspekte des Ortes interessieren.