FrauenOrte Schönebeck
Highlights
- Die Mahn- und Gedenkstätte thematisiert die Hexenverfolgungen in Schönebeck.
- Hinweistafeln und Exponate dokumentieren die Ängste vor Hexerei früherer Jahrhunderte.
- Das Projekt FrauenOrte macht seit über 25 Jahren regionale Frauengeschichte sichtbar.
Tipps
- Hinweistafeln und Exponate im Gedenkpark vermitteln Wissen über die Hexenverfolgungen und frühere Vorstellungen von Magie.
- Ein digitaler Ausstellungs-Flyer steht als PDF-Download für die Nachlese zur Verfügung.
Eigenschaften
Kultur & Denkmäler in Schönebeck (Elbe): FrauenOrte
Die „FrauenOrte Schönebeck“ in Schönebeck (Elbe) sind ein bedeutender Ort des Gedenkens und der Kultur, der sich der Sichtbarmachung der regionalen Frauengeschichte widmet. Als Mahn- und Gedenkstätte setzt der Standort ein starkes Zeichen gegen das Vergessen und leistet einen wichtigen Beitrag zum historischen Verständnis über den weiblichen Anteil an der Geschichte der Region.
Ein zentraler Bestandteil ist der Gedenkpark Schönebeck, der sich mit den dunklen Kapiteln der Hexenprozesse befasst. Hier wird thematisiert, wie nach der Einführung des Reichsrechts der „Carolina“ die Verfolgungen zur Angelegenheit weltlicher Gerichte wurden und insbesondere Frauen verurteilt wurden. Die Ausstellung vermittelt durch Hinweistafeln und Exponate – darunter eine frühe Darstellung einer Hexe auf einem Besen sowie ein hölzerner Hexenhammer – die Ängste vor Hexerei und die Mechanismen von weißer und schwarzer Magie früherer Jahrhunderte.
Das übergeordnete Projekt „FrauenOrte – FrauenGeschichte in Sachsen-Anhalt“ macht seit über 25 Jahren im öffentlichen Raum auf die Lebenswelten und Biografien von Frauen aufmerksam. Dabei wird Neuland in der Darstellung regionaler Frauengeschichte beschritten, um den Blick auf die vielfältigen Rollen von Frauen zu weiten, die oft im Schatten der offiziellen Geschichtsschreibung standen.
Die Anlage wird von Besuchern sehr geschätzt und spiegelt durch ihre fundierte Aufarbeitung der historischen Zusammenhänge eine hohe Qualität in der Vermittlung von Kultur und Denkmalpflege wider. Die „FrauenOrte“ laden dazu ein, über die gesellschaftliche Teilhabe von Frauen von früheren Jahrhunderten bis in die Gegenwart nachzudenken.