Schwarzes Venn
Highlights
- Das Naturschutzgebiet Schwarzes Venn in Bielefeld umfasst 5,36 Hektar und schützt einen naturnahen Auenwald entlang des Reiherbaches.
- Das Gebiet beherbergt verschiedene geschützte Lebensräume wie Erlenwälder, Feuchtwiesen und kleinere Fließgewässer.
- Trotz starker Siedlungsnähe und Beeinträchtigungen durch Müll und bauliche Anlagen werden seltene Pflanzen- und Tierarten erhalten.
Tipps
- Das Gelände ist teilweise stark beeinträchtigt, daher sollten Besucher auf bestehenden Wegen bleiben.
- Müllablagerungen sind vorhanden, daher bitte keine Abfälle zurücklassen.
- Das Gebiet schließt naturnahe Abschnitte des Reiherbaches mit ein, die zum Beobachten seltener Arten geeignet sind.
Eigenschaften
Über Schwarzes Venn
Das Schwarze Venn liegt im nordrhein-westfälischen Bielefeld und ist als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen. Es zählt zu den geschützten Landschaftsflächen im Regierungsbezirk Detmold und wurde rechtskräftig festgelegt. Das Gelände erstreckt sich über eine Fläche von rund 5,4 Hektar und ist Teil eines größeren Auenwaldkomplexes entlang des Reiherbaches. Trotz seiner schutzwürdigen Ausstattung ist das Gebiet durch die Nähe zur Siedlung beeinträchtigt.
Im Schwarzen Venn finden sich verschiedene Biotoptypen, darunter bachbegleitender Erlenwald, Buchen-Eichenwald sowie kleinere Flächen aus Fichten- und Kiefernwald. Zu den charakteristischen Lebensräumen zählen auch stehende und fließende Gewässerabschnitte sowie gärtnerisch genutzte Flächen. Der landschaftsprägende Reiherbach ist größtenteils begradigt und führt schnell fließendes, zum Teil belastetes Wasser. Ein südlicher Seitenbach hingegen verläuft naturnaher mit langsamem Fluss und sumpfigem Untergrund.
Das Naturschutzgebiet beherbergt eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten, darunter unter anderem Berg-Ahorn, Esche, Schwarz-Erle, Sumpf-Dotterblume sowie verschiedene Seggen- und Wolfstrapparten. Tierische Bewohner umfassen Arten, die typisch für Feuchtwälder und Uferbereiche sind. Aufgrund der Siedlungsnähe und menschlicher Einflüsse bestehen verschiedene Gefährdungen, darunter Müllablagerungen, eutrophierende Einträge sowie bauliche Anlagen.
Zum Schutz des Gebiets wurden spezifische Maßnahmen festgelegt. Dazu gehören der Erhalt der Laubholzbestände, die Vermeidung von Kahlschlägen, die Beseitigung von Abfall und baulichen Einrichtungen sowie die Beschränkung von Freizeitaktivitäten. Ein weiteres Ziel ist die Verhinderung von Abwassereinleitungen und Eutrophierung, um die ökologische Funktionalität des Feuchtwaldes langfristig zu sichern.