Denkmal/Gedenkstätte

Josefa Metz

Niederwall 71, 33602 Bielefeld

Highlights

  • Josefa Metz wurde 1871 in Minden geboren und zog 1879 mit ihrer Familie nach Bielefeld.
  • In Bielefeld besuchte sie die Auguste-Viktoria-Schule, bevor sie 1887 nach dem Tod des Vaters von der Schule genommen wurde.
  • Ihr Werk umfasst unter anderem Kinderstücke, Novellen und Romane, darunter "Eva. Aus einer glücklichen Kindheit" (1937).

Tipps

  • Besucher können sich über das Leben und Werk von Josefa Metz in Bielefeld durch Stolpersteine und lokale Gedenkorte informieren.
  • Interessierte finden biografische Details und Verlegeorte der Stolpersteine auf der Website der Stolperstein-Initiative Bielefeld.
  • Die Öffnungsfreiheit des Projekts ermöglicht individuelle Recherchen zu Josefa Metz und ihrem kulturellen Erbe in der Region.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Josefa Metz in Bielefeld entdecken

Josefa Metz, auch Josepha Metz geschrieben, war eine deutsche Schriftstellerin, die vor allem durch ihre literarischen Werke für Kinder und Jugendliche bekannt wurde. Obwohl sie 1871 in Minden geboren wurde, verbrachte sie einen Großteil ihrer Jugend in Bielefeld, nachdem ihre Familie 1879 dorthin zog. In der Stadt besuchte sie die Auguste-Viktoria-Schule. Geprägt von einer seltene Erbkrankheit, dem Albinismus, erlebte sie eine zurückgezogene Kindheit. Nach dem frühen Tod ihres Vaters wurde ihr Schulbesuch abgebrochen, und über ihre weitere Entwicklung in Bielefeld ist wenig dokumentiert. Dennoch blieb die Stadt ein wichtiger Bezugspunkt ihres Lebens, nicht zuletzt, weil einige ihrer frühen literarischen Arbeiten dort uraufgeführt wurden.

Ihre literarische Laufbahn begann Mitte der 1900er Jahre und führte sie zunächst nach Berlin, später auch nach Wien und München. Bekannt wurde sie unter anderem durch Kinderstücke wie „Auf dem Spielplatz“ und „Im Himmelhaus“, die mit Musik von Bogumil Zepler unterlegt waren. 1908 wurde ihr Theaterstück „Den König drückt der Schuh“ erstmals in Wien uraufgeführt und fand später auch in Bielefeld und Karlsruhe Beachtung. Ihre Werke zeichneten sich oft durch fantasievolle Erzählungen und eine sensible Auseinandersetzung mit kindlicher Psychologie aus. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs bekannte sie sich öffentlich zur allgemeinen Kriegsbegeisterung, wandte sich jedoch später in ihren Novellen, wie etwa in „Wehrlose“, kritisch und reflektierend den Auswirkungen des Krieges auf Zivilisten zu.

In den 1920er Jahren kehrte sie zeitweise nach Berlin zurück, wo sie weiterhin schrieb und auch als Herausgeberin tätig war. Während der Weltwirtschaftskrise geriet sie zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. 1931 wurde eines ihrer Stücke erneut in Bielefeld aufgeführt – ein letztes Mal vor dem Machtantritt der Nationalsozialisten. Mit der zunehmenden Verfolgung jüdischer Künstlerinnen und Schriftsteller wurde ihr Beruf fortan zunehmend eingeschränkt. 1935 wurde ihr die Aufnahme in den Reichsverband Deutscher Schriftsteller verweigert, woraufhin sie sich auf die Arbeit innerhalb des Kulturbunds Deutscher Juden beschränken musste. In ihrem Werk „Eva. Aus einer glücklichen Kindheit“ setzte sie sich erstmals intensiver mit ihren jüdischen Wurzeln auseinander.

1941 wurde Josefa Metz nach Theresienstadt deportiert, wo sie zwei Jahre später unter den unmenschlichen Bedingungen des Ghettos starb. Ihr Schaffen, das einst von großer Lebendigkeit und Fantasie zeugte, geriet in Vergessenheit, bis im Jahr 2004 im Museum für Westfälische Literatur Haus Nottbeck in Oelde eine Ausstellung zu ihren Ehren stattfand. In Bielefeld selbst erinnert ein Stolperstein an das Schicksal der Schriftstellerin. Die Initiative zur Verlegung solcher Gedenksteine wird von engagierten Vereinen und Schulen in der Region getragen und dient dazu, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Josefa Metz bleibt ein Beispiel für künstlerische Hingabe unter schwierigen Bedingungen und für das Schicksal vieler Künstler jener Zeit, die aufgrund ihrer Herkunft verfolgt wurden.

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Häufige Fragen zu Josefa Metz

Wer war Josefa Metz?
Josefa Metz (1871–1943) war eine deutsche Schriftstellerin mit jüdischen Wurzeln, bekannt für Kinderstücke und literarische Werke. Sie lebte unter anderem in Bielefeld und starb im Ghetto Theresienstadt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Verbindung besteht zwischen Josefa Metz und Bielefeld?
Josefa Metz zog 1879 mit ihrer Familie von Minden nach Bielefeld, wo sie die Auguste-Viktoria-Schule besuchte. In Bielefeld fand 1931 eine Aufführung ihres Stücks statt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist ein Stolperstein für Josefa Metz in Bielefeld?
In Bielefeld wurde Josefa Metz mit einem Stolperstein gedacht, der an die Deportation und Ermordung jüdischer Bürger erinnert. Stand Juni 2026.

Quelle: website

Welche Werke hat Josefa Metz verfasst?
Zu ihren Werken zählen u. a. 'Auf dem Spielplatz' (1904), 'Im Himmelhaus' (1904) und 'Eva. Aus einer glücklichen Kindheit' (1937). Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia