Ausflug Kultur

Leineweberdenkmal

Niedernstraße 21-27, 33602 Bielefeld

Highlights

  • Die Bronzefigur des Denkmals steht auf einem Sockel und trägt handgewebtes Leinen auf ihrem Rücken.
  • Nach Kriegszerstörungen wurde das Denkmal 1960 an seinen heutigen Standort im Altstädter Kirchpark zurückgesetzt.

Tipps

  • Das Leineweberdenkmal im Kirchpark Bielefeld ist ein historisches Wahrzeichen und ideal für einen kurzen Stadtrundgang.
  • Direkt vor dem Denkmal befindet sich eine Sitzgelegenheit, geeignet für eine kurze Pause im Tagesablauf.
  • In der Nähe liegen mehrere Cafés, darunter eines mit Außenbestuhlung direkt am Kirchpark.

Eigenschaften

Ganzjährig

Kultur-Ausflug zum Leineweberdenkmal in Bielefeld

Das Leineweberdenkmal zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern der Stadt Bielefeld und ist eng mit der Geschichte der regionalen Textilindustrie verbunden. Es steht im Altstädter Kirchpark östlich der Nicolaikirche und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Bronzefigur eines Leinewebers wurde 1909 vom Bildhauer Hans Perathoner geschaffen und gemeinsam mit dem Grafschaftsdenkmal in Jöllenbeck zur Feier des 300-jährigen Bestehens der Grafschaft Ravensberg enthüllt. Die Figur ist drei Meter hoch und trägt auf ihrem Rücken handgewebtes Leinen in einem Holster – ein Symbol für die traditionelle Handwerkskunst der Region.

Das Denkmal erinnert an die wichtige Rolle, die die Leineweber im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Bielefelds zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten. Modell für die Skulptur war Jobst Heinrich Heienbrok aus Jöllenbeck, ein ehemaliger Leineweber, der während der Arbeiten über drei Monate täglich von seinem Wohnort zur Sparrenburg ging. Ein besonderer Vorfall ereignete sich während der Entwurfsphase, als eine halbfertige Version der Statue zusammenbrach und ein Schüler des Bildhauers verletzte. Ursprünglich befand sich das Denkmal an der Nordseite der Nicolaikirche, doch nach dem Zweiten Weltkrieg und der Neugestaltung des Platzes wurde es zunächst abgebaut und die Bronzefigur im Bauhof gelagert.

Dank bürgerschaftlichem Protest kehrte der Leineweber 1960 an seinen heutigen Standort zurück. Der Bildhauer Wilhelm Heiner übernahm dabei die Gestaltung des Brunnens, der das Denkmal heute umgibt. Das Leineweberdenkmal ist nicht nur ein künstlerisches Werk, sondern auch ein Zeugnis der industriellen und kulturellen Entwicklung Bielefelds. Es steht in enger Verbindung zur Stadtgeschichte und bildet bis heute einen zentralen Bestandteil des kulturellen Erbes im Stadtbezirk Bielefeld-Mitte. Besucher erfahren hier einen Einblick in die Tradition der Textilherstellung und die Bedeutung des Handwerks für die Region.

Das Denkmal ist eng mit weiteren kulturellen Sehenswürdigkeiten Bielefelds wie der Sparrenburg verbunden und bildet einen wichtigen Anhaltspunkt für kulturinteressierte Besucher. Es spiegelt nicht nur die lokale Geschichte wider, sondern zeigt auch die Verbindung zwischen Kunst, Handwerk und regionaler Identität wider. Als Teil der Baudenkmäler im Stadtbezirk Bielefeld-Mitte ist es ein geschütztes Kulturdenkmal und trägt maßgeblich zum historischen Stadtbild bei.

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Häufige Fragen zu Leineweberdenkmal

Wo steht das Leineweberdenkmal in Bielefeld?
Das Leineweberdenkmal steht im Altstädter Kirchpark östlich der Nicolaikirche. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wer hat das Leineweberdenkmal geschaffen?
Es wurde 1909 vom Bildhauer Hans Perathoner geschaffen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum wurde das Leineweberdenkmal errichtet?
Es erinnert an die Bedeutung der Leineweber für die wirtschaftliche Entwicklung Bielefelds und wurde zum 300-jährigen Bestehen der Grafschaft Ravensberg eingeweiht. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was ist besonders am Leineweberdenkmal?
Die drei Meter hohe Bronzefigur trägt handgewebtes Leinen auf dem Rücken. Das Modell war ein echter Leineweber aus Jöllenbeck. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit dem Denkmal nach dem Zweiten Weltkrieg?
Es wurde 1954 abgebaut, aber 1960 nach Bürgerprotesten an seinen heutigen Standort zurückgestellt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia