Denkmal/Gedenkstätte

Kunstwerk Laßnitz, Hans Schabus

Zu den Höfen 17, 48493 Ohne

Highlights

  • Hans Schabus’ *Laßnitz* (2012) ist eine umfunktionierte Stahlfachwerkbrücke von 1932 ohne Fundament.
  • Die 25,50 Meter lange Brücke wurde als freistehende Skulptur aus ihrem ursprünglichen Verkehrsnetz gelöst.
  • Materialien: genieteter Stahl, Schienen, Holz – Titel bezieht sich auf den früheren Fluss *Laßnitz*.

Tipps

  • Die obergurtige Stahlfachwerkbrücke von 1932 bildet das zentrale Element der Installation und zeigt die ursprüngliche Funktion als Eisenbahnbrücke.
  • Die Dimensionen der Brücke betragen etwa 3,30 Meter Höhe, 25,50 Meter Länge und 5,50 Meter Breite, was ihre monumentale Präsenz unterstreicht.
  • Die Materialien wie genieteter Stahl und Holz dokumentieren die historische Bauweise und die technische Ästhetik der ursprünglichen Konstruktion.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kunstwerk Laßnitz Hans Schabus Ohne Kulturdenkmal

Das Kunstwerk Laßnitz von Hans Schabus ist eine markante Skulptur im steirischen Ohne, die als poetische Hommage an die lokale Industriegeschichte und den Fluss Laßnitz entstanden ist. Der Künstler erhielt den Auftrag per Brief, der den Titel der Arbeit präzise vorgab: den Namen des Flusses, den die Eisenbahnbrücke ursprünglich überquerte. Schabus nutzte dafür eine historische obergurtige Stahlfachwerkbrücke aus dem Jahr 1932, die von der österreichischen Privatbahn unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde.

Die Installation besteht aus dem originalen Stahlgerüst der Brücke, das Schabus von seinem ursprünglichen Verkehrsnetz löste und neu kontextualisierte. Die genietete Stahlkonstruktion – kombiniert mit Schienen und Holz – wird frei im Raum platziert und wirkt wie ein schwebendes Monument. Mit einer Höhe von 3,30 Metern, einer Länge von 25,50 Metern und einer Breite von 5,50 Metern dominiert das Werk die Umgebung durch seine monumentale Präsenz und lädt zum Verweilen ein.

Das Kunstwerk verbindet technische Ästhetik mit einer meditativen Atmosphäre, da es den Betrachter zum Nachdenken über die Spuren menschlicher Ingenieurskunst und ihre Transformation in eine künstlerische Aussage einlädt. Die Nähe zum Fluss Laßnitz unterstreicht den Bezug zur regionalen Topografie und verweist auf die historische Verbindung von Wasser, Verkehr und Industrie in der Steiermark.

Als Teil des steirischen Kunstschaffens steht das Werk für Schabus’ charakteristische Herangehensweise, Alltagsgegenstände und historische Strukturen in neue, sinnliche Kontexte zu setzen. Es zeigt, wie aus scheinbar profanen Elementen eine kraftvolle Skulptur entsteht, die sowohl technisches Erbe als auch künstlerische Freiheit vereint.

Das Kunstwerk Laßnitz ist ein faszinierender Ort für Kulturinteressierte und alle, die sich für die Schnittstelle von Industriegeschichte und zeitgenössischer Kunst begeistern. Es lädt dazu ein, die Umgebung aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und die Schönheit in scheinbar vergessenen Strukturen zu entdecken.

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