Bayreuther Fayencen - Stiftung Burkhardt
Highlights
- Die Sammlung zeigt über 600 Exponate aus der Bayreuther Fayencemanufaktur ab 1715.
- Besondere Stücke sind die hauchdünn ausgeformten gelben und braunen Fayencen mit Gold- und Silberbemalung.
- Der nahegelegene Markgräfliche Opernhaus ist UNESCO-Weltkulturerbe.
Tipps
- Direkt nach dem Besuch des Markgräflichen Opernhauses das Historische Museum betreten – die Sammlung liegt nur einen Steinwurf entfernt.
- Texttafeln und Informationsblätter ergänzen den Rundgang gezielt – vor allem für Interessierte an Fayence-Herstellung und Rokoko-Ästhetik.
- Monatlich wechselnde Sonderpräsentationen bieten vertiefende Einblicke in besondere Exponate wie bemalte Krüge aus der Frühzeit der Manufaktur.
Eigenschaften
Über Bayreuther Fayencen - Stiftung Burkhardt
Die Sammlung „Bayreuther Fayencen – Stiftung Burkhardt“ befindet sich im Historischen Museum der Stadt Bayreuth und zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Einrichtungen des bayerischen Frankenlandes. Nur wenige Gehminuten vom UNESCO-Weltkulturerbe „Markgräfliches Opernhaus“ entfernt, vermittelt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in die Tradition und Kunstfertigkeit der Bayreuther Fayencemanufaktur. Die über 600 Exponate umfassende Sammlung gliedert sich in vier Räume im ersten Stock des Museums und zeigt sowohl hochwertige Stücke aus der frühen Produktionszeit als auch Alltagsgegenstände aus späteren Epochen.
Die Fayencen, die ab dem frühen 18. Jahrhundert zunächst für das markgräfliche Haus, den Adel und das gehobene Bürgertum gefertigt wurden, zeichnen sich durch ihre filigrane Gold- und Silberbemalung sowie die hauchdünnen gelben und braunen Schichten aus. Diese Stücke verkörpern den ästhetischen Stil des Rokoko und spiegeln den kulturellen Geschmack der Zeit der Markgräfin Wilhelmine wider. Daneben werden auch Alltagsobjekte wie Krüge und Tafelgeschirr ausgestellt, die in späterer Zeit in größerer Stückzahl produziert wurden und den Wandel der Manufaktur vom exklusiven Hersteller zur Volksware illustrieren.
Die Ausstellung wird durch elf Texttafeln ergänzt, die Hintergrundwissen zur Fayence-Herstellung, zu den verwendeten Farben und Maltechniken bieten. Zusätzlich stehen Informationsblätter zur Verfügung, die auf den Rundgang abgestimmt sind und einzelne Exponate vertiefend erläutern. Jeden Monat wird ein besonders bemerkenswertes Stück vorgestellt, darunter auch Arbeiten namhafter Künstler wie Joseph Philipp Dannhöfer, dessen monochrome Purpurmalerei stilistisch eindeutig identifizierbar ist.
Die Sammlung ist das Ergebnis der Lebenswerkstiftung von Dr. Otto Burkhardt, der seine private Porzellansammlung der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Stiftung wird heute von einem Kuratorium getragen, zu dem unter anderem die Leiterin des Historischen Museums sowie Vertreter der Stadt Bayreuth gehören. Über Spenden und Zustiftungen kann die Arbeit der Stiftung unterstützt werden, wobei auch Sachzuwendungen angenommen werden.
Die Ausstellungsräume befinden sich direkt im Zentrum von Bayreuth, in unmittelbarer Nähe zu weiteren Kultureinrichtungen. Die Lage im Historischen Museum hinter der Stadtkirche unterstreicht die Verbindung zur markgräflichen Geschichte der Stadt. Die Sammlung dient somit nicht nur als kulturelle Bildungsstätte, sondern auch als Brücke zur regionalen und kunsthistorischen Tradition Bayerns.