Klosterkirche
Highlights
- Die Klosterkirche Heiligste Dreifaltigkeit in Bindlach wurde 1962 eingeweiht.
- Sie entstand nach Jahren seelsorglicher Provisorien und ersetzt die Notkirche im Roten Adlerorden.
- Der Bau erfolgte auf einem Gelände der Bayerischen Staatsforstverwaltung, die Planung übernahm das Architekturbüro Hereth aus Bayreuth.
Tipps
- Die Kirche ist ein wichtiges Zeugnis der Nachkriegsgeschichte und 1962 erstmals für Gottesdienste genutzt worden.
- Besucher finden eine katholische Sakralstätte mit besonderer Bedeutung im Landkreis Bayreuth.
- Die Gemeinde engagiert sich in verschiedenen sozialen und kulturellen Aktivitäten vor Ort.
Eigenschaften
Über Klosterkirche
Die Klosterkirche Heiligste Dreifaltigkeit in Bindlach ist ein sakraler Ort von historischer und architektonischer Bedeutung im Landkreis Bayreuth. Als eine der ersten katholischen Kirchen, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Landkreis errichtet wurde, verkörpert sie den Neubeginn der katholischen Gemeinde vor Ort. Der Kirchenbau entstand in den frühen 1960er Jahren und ermöglichte erstmals seit Jahrzehnten wieder einen eigenen Gottesdienstraum für die wachsende katholische Bevölkerung der Region. Die Planung übernahm das Bayreuther Architekturbüro Friedrich Karl Hereth, die örtliche Bauleitung lag beim Architekturbüro Sticht aus Kemnath.
Die Kirche selbst ist trapezförmig angelegt und erhebt sich auf einem Gelände, das nach langwierigen Verhandlungen von der Bayerischen Staatsforstverwaltung erworben werden konnte. Das Äußere der Kirche ist verputzt und in hellem Weiß gehalten, während der Innenausbau den roten Backstein in gotischem Stil sichtbar lässt. Der Boden des Gotteshauses ist aus gelbem Marmor ausgelegt. Drei hohe schmale Rechteckfenster in der Südwand sowie ein breites Fassadenfenster sorgen für eine helle und freundliche Atmosphäre im Innenraum. Der erhöhte Altarraum ist um drei Stufen angelegt, der Altar selbst besteht aus grauem Marmor. Über dem Altar hängt ein von Robert Bittermann geschnitztes Kreuz, der auch den Kreuzweg an der fensterlosen Nordwand gestaltete.
Die Innenausstattung wurde maßgeblich von regionalen und überregionalen Künstlern geprägt. Der Tabernakel ist aus Kupfer gefertigt und stammt vom Münchner Künstler Hans Rücker, ebenso wie das Weihwasserbecken und der kunstvolle Schmuck des Portals. Die Umrahmung des Tabernakels wurde von Max Walter entworfen. Im Untergeschoß der Kirche befinden sich seelsorgliche Räume, die insbesondere der Jugendarbeit dienen. Die feierliche Benediktion des Gotteshauses erfolgte durch Erzbischof DDr. Joseph Schneider, wenige Monate nachdem erstmals Gottesdienste im noch unfertigen Gebäude stattgefunden hatten.
Die Klosterkirche steht in enger Verbindung zur katholischen Pfarrei Heilig Geist in Bayreuth sowie zur Kirche St. Johannes Nepomuk. Sie ist ein zentraler Bestandteil des Pfarreienverbundes Heilig Geist – St. Johannes Nepomuk und beherbergt eine lebendige Gemeinde, die verschiedene kirchliche Aktivitäten anbietet. Mit einer hohen Bewertung von 4,80 von 5 Sternen bei Google wird die Kirche von Besucherinnen und Besuchern als besonders gelungen und einladend wahrgenommen. Die Kirche gilt als wichtiger kultureller und religiöser Ankerpunkt im bayreuthischen Umland.