Selemannsküche
Highlights
- Selemannsküche liegt 1,5 km südwestlich von Wilflingen in Langenenslingen.
- Die Falkensteiner Höhle ist 40 m lang, 4 m breit und 7 m hoch.
- Archäologische Funde stammen aus Stein- und Bronzezeit, u. a. zwei Spiralarmbänder.
Tipps
- Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind für die Höhlenbesichtigung und Wanderungen ratsam.
- Die Falkensteiner Höhle bietet interessante Einblicke, insbesondere die Durchgangshöhle im zweiten Stock.
- Von der L268 führt ein Weg vom Waldrand ins Tal zur Höhle, ideal für eine kurze Rundwanderung.
Eigenschaften
Über Selemannsküche
Die Selemannsküche ist eine naturgeschützte Höhlenformation im Ortsteil Wilflingen der Gemeinde Langenenslingen im Landkreis Biberach, Baden-Württemberg. Sie liegt etwa 1,5 Kilometer südwestlich von Wilflingen und ist über einen Weg vom Waldrand aus erreichbar. Die Höhle befindet sich in einem Felsen auf der rechten Seite eines Tales und liegt auf einer Höhe von etwa 605 Metern über Normalnull. Die gesamte Anlage erstreckt sich über eine Länge von rund 40 Metern, eine Breite von vier Metern und eine Höhe von sieben Metern. Sie gliedert sich in einen unteren Teil mit einer Länge von 12 Metern und einen oberen Teil, der etwa 28 Meter lang ist. Mehrere der insgesamt sieben Löcher im Felsen sind miteinander verbunden und bilden so eine Durchgangshöhle, die besonders im zweiten Stockwerk von Interesse ist.
Archäologische Funde in der Selemannsküche weisen auf eine Nutzung in der Stein- und Bronzezeit hin. Zu den bemerkenswerten Entdeckungen zählen zwei bronzene Spiralarmbänder, die Hinweise auf die kulturelle Bedeutung des Ortes in vorgeschichtlicher Zeit geben. Die Höhle selbst wirkt durch ihre markante Felsformation wie ein Gesicht mit erkennbaren Zügen, wenn man sie aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet – ein natürlicher Effekt, der Besucher fasziniert. Diese Formation macht die Selemannsküche zu einem lohnenswerten Ausflugsziel, das sowohl naturgeschichtliches Interesse als auch kulturelle Aspekte verbindet.
Die Selemannsküche ist Teil eines größeren Höhlensystems in der Region und wird von der Cojote GbR betreut, die auch Führungen und pädagogische Angebote im nahegelegenen Falkenstein organisiert. Die Höhle ist nicht ausgebaut und erfordert bei Besuchen Trittsicherheit sowie geeignetes Schuhwerk, wie Gästemeinungen bestätigen. Wanderinteressierte können die Höhle problemlos in eine kleine Rundwanderung einbinden. Die Umgebung lädt mit ihren natürlichen Gegebenheiten zu einem ruhigen Aufenthalt im Freien ein, fernab von städtischer Hektik.
Obwohl die Selemannsküche keine kommerzielle Einrichtung ist, steht sie als Denkmal unter gewissem Schutz. Sie repräsentiert sowohl geologische Eigenarten der Region als auch ein kleines Zeugnis vergangener Menschheitsgeschichte. Die Höhle ist ein Beispiel für die vielfältige Höhlenlandschaft der Schwäbischen Alb, zu der sie landschaftlich gehört, auch wenn sie räumlich etwas abseits im Landkreis Biberach liegt. Fotografien aus den Jahren 2015 und 2016 dokumentieren den Zustand der Höhle und ihre besondere Form. Die Selemannsküche bleibt ein stiller, aber eindrucksvoller Ort für natur- und kulturinteressierte Besucher.