Museum Hedwig-Bollhagen
Highlights
- Deutschlands ältestes Ofen- und Keramikmuseum zeigt die Geschichte des Heizens sowie regionale keramische Industrie in der historischen Ofenfabrik Velten.
- Das Museum präsentiert den keramischen Nachlass der Künstlerin Hedwig Bollhagen mit einzigartigen Geschirrformen und Baukeramik-Projekten aus Marwitz.
- Sonderausstellungen beleuchten Bollhagens architektonische Keramik und ihre Zusammenarbeit mit dem Maler Charles Crodel durch gestaltete Wandplatten und Vasen.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit Mobilitätseinschränkungen einen ungehinderten Eintritt ins Museum.
- Rollstuhlgerechte Parkplätze in der Nähe des Museums erleichtern die Anreise für alle Gäste.
- Ein rollstuhlgerechtes WC steht für einen komfortablen Aufenthalt während des Besuchs zur Verfügung.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Museum Hedwig-Bollhagen Velten
Das Museum Hedwig-Bollhagen in Velten ist Deutschlands ältestes und einzigartiges Ofen- und Keramikmuseum, das an einem authentischen Standort in der historischen Ofenfabrik A. die Kultur- und Technikgeschichte des Heizens sowie das keramische Industrieerbe der Region lebendig werden lässt. Im Mittelpunkt steht dabei der persönliche keramische Nachlass der renommierten Keramikerin Hedwig Bollhagen, die in den HB Werkstätten Marwitz – nahe Velten gelegen – mit ihren zeitlosen Geschirrformen und charakteristischen Dekoren die Keramikgeschichte nachhaltig prägte.
Aktuell widmet sich das Museum besonders den Baukeramiken von Hedwig Bollhagen, einem weniger bekannten, aber faszinierenden Aspekt ihres Schaffens. In der Sonderausstellung „Die Musterplatten HBs | Projekterkundungen“ werden die vielfältigen Varianten ihrer architekturkeramischen Auftragswerke und Großprojekte präsentiert. Besucher:innen können hier entdecken, wie Bollhagen durch Wiederholung und Variation schlichter Elemente beeindruckende Wandkompositionen und Säulen gestaltete. Ergänzt wird dies durch die Kabinettausstellung „Und wir wollen weiter ‚probieren‘“, die die künstlerische Freundschaft zwischen Hedwig Bollhagen und dem Maler Charles Crodel beleuchtet – etwa durch keramische Wandplatten mit Crodels skizzenhaften Strichen oder Bollhagens Meisterwerk von 1939, einer Vase mit seinem charakteristischen Dekor.
Das Museum richtet sich mit seinem vielfältigen Programm nicht nur an Erwachsene, sondern auch an Kinder und Jugendliche. Für Kitas und Grundschulen bietet es die interaktive Führung „Punkt, Punkt, Strich = Das HB-Keramik-Memory“, bei der Kinder spielerisch die Dekore von Hedwig Bollhagen erkunden und selbst kreative Papierscheiben gestalten. Schulklassen können zudem an thematischen Führungen teilnehmen, die Lehrinhalte aus Kunst, Deutsch, Gesellschaftswissenschaften oder Religion aufgreifen – etwa durch praktische Übungen zur Formen- und Dekorsprache der Keramikerin. Jedes Kind erhält dabei einen Referenzbegriff, den es mit einem Ausstellungsexponat verknüpft und der Klasse präsentiert.
Trotz seiner historischen Bedeutung durchlief das Museum in der Vergangenheit Herausforderungen: Nach einer vorübergehenden Sperrung des großen Ausstellungssaals in den 1960er-Jahren wurde die Sammlung zeitweise nach Berlin ausgelagert. Erst in den 1990er-Jahren kehrte ein Teil der Exponate zurück, etwa bei der Ausstellung „Märkische Ton-Kunst“ im Berliner Zeughaus. Heute ist das Museum barrierefrei zugänglich – mit rollstuhlgerechtem Eingang, Parkplatz und WC – und lädt mit seinen Ausstellungen und pädagogischen Angeboten zum Entdecken ein. Ein Blick in die „Objekte des Monats“ gibt zudem Einblicke in die laufenden Sammlungsprojekte und das aktuelle Museumsgeschehen.
Ob als kulturelles Erbe der Region oder als Inspirationsquelle für Kreative: Das Museum Hedwig-Bollhagen verbindet handwerkliche Tradition mit künstlerischem Schaffen und zeigt, wie Keramik nicht nur Alltagsgegenstände, sondern auch architektonische Highlights prägen kann. Ideal für Familien, Kunstinteressierte und alle, die die Verbindung von Handwerk, Geschichte und Design erleben möchten.