Nichthuldiger-Brunnen
Highlights
- Der Nichthuldiger-Brunnen in Bisingen wurde 1990 vom Bildhauer Karl-Ulrich Nuss geschaffen.
- Es steht auf einem kreisförmigen Podest mit 5 m Durchmesser am Parkplatz vor der Hohenzollernhalle.
Tipps
- Der Nichthuldiger-Brunnen ist auf dem Bisinger Marktplatz in der Klingenbachstraße gut sichtbar vor der Hohenzollernhalle.
- Die Skulptur zeigt zwei Figuren, die symbolisch einen historischen Konflikt aus dem Jahr 1798 darstellen.
- Das Werk wurde 1990 vom Bildhauer Karl-Ulrich Nuss geschaffen und besteht aus Bronze.
Eigenschaften
Über Nichthuldiger-Brunnen
Der Nichthuldiger-Brunnen in Bisingen ist ein kunstvolles Denkmal aus Bronze, das 1990 vom Bildhauer und Medailleur Karl-Ulrich Nuss geschaffen wurde. Die Skulptur steht auf dem Bisinger Marktplatz und zählt zu den zeitgenössischen Kunstwerken im öffentlichen Raum. Sie ist Teil des NeckarAlbKunstwegs und erinnert durch ihre bildliche Darstellung an ein konkretes historisches Ereignis aus dem Jahr 1798.
Das zentrale Motiv des Brunnens zeigt eine hochrechteckige Bronzeplatte, die von einem kreisförmigen, gepflasterten Podest umgeben ist. Auf der einen Seite der Platte steht ein Mann in herrschaftlicher Kleidung und Frisur erhöht auf einem Schemel – eine Darstellung der Obrigkeit. Auf der gegenüberliegenden Seite wendet sich ein schlicht gekleideter Mann demonstrativ von dieser Figur ab. Diese Szene symbolisiert den sogenannten „Nichthuldiger“, also die Weigerung der Gemeinde Bisingen, sich einem landesweiten Vergleich im Fürstentum Hohenzollern-Hechingen anzuschließen, der unter anderem steuer- und jagdrechtliche Regelungen beinhaltete.
Die künstlerische Umsetzung durch Karl-Ulrich Nuss verbindet Gegenwartskunst mit regionaler Geschichte. Die klare Formensprache und die symbolische Gestaltung laden zur Deutung und Auseinandersetzung mit dem Thema Macht und Widerstand ein. Die Skulptur ist nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis, das den Besucher zum Nachdenken anregt.
Der Brunnen befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Hohenzollernhalle und ist über den ZollernalbKunstweg bequem zu erreichen. Die Integration in den öffentlichen Raum unterstreicht die Bedeutung der Kunst für die lokale Gemeinschaft. Die Darstellung der historischen Opposition der Bevölkerung gegenüber der Obrigkeit wird durch die monumentale Formgebung lebendig und sichtbar gemacht.
Das Kunstwerk genießt bei Besucherinnen und Besuchern große Wertschätzung, wie anhand der durchweg positiven Bewertungen erkennbar ist. Es repräsentiert den kulturellen Reichtum der Region und zeigt, wie zeitgenössische Kunst in den Alltag integriert werden kann, um historische und gesellschaftliche Themen sichtbar zu machen.