St. Franziskus-Kirche
Highlights
- Die St. Franziskus-Kirche in Osnabrück ist Teil der Pfarrei mit der ältesten Kirche, Christus König, erbaut 1934 nach Plänen von Albert Feldwisch-Drentrup.
- Seit 2017 strahlt die Kirche mit moderner Innenumgestaltung und blauem Gewölbe als ‚Kirche mit der blauen Decke‘ – rollstuhlgerechter Zugang vorhanden.
- Die Pfarrei erhielt 2013 die Auszeichnung Faire Gemeinde und verbindet traditionelle Liturgie mit zeitgemäßer Gemeindearbeit.
Tipps
- Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern mit eingeschränkter Mobilität einen ungehinderten Eintritt in die Kirche.
- Die Innenraumgestaltung aus dem Jahr 2017 kombiniert historische Elemente mit moderner Architektur und einer markanten blauen Decke.
- Die Kirche bietet Raum für kontemplative Andachten und liturgische Feiern, die auf die Begegnung mit dem Glauben ausgerichtet sind.
Eigenschaften
St. Franziskus-Kirche Osnabrück – Sakrale Kultur erleben
Die St. Franziskus-Kirche in Osnabrück ist ein bedeutendes sakrales Bauwerk und Teil der lokalen Kirchenlandschaft. Als eine der ältesten Kirchen der Pfarrei Hastes entstand sie nach Plänen des Architekten Albert Feldwisch-Drentrup und wurde 1934 eingeweiht. Ihr Name erinnert an den heiligen Franziskus, dessen Spiritualität der Kirche als prägend gilt. Besonders auffällig ist ihr moderner Innenraum, der 2017 im Rahmen einer grundlegenden Umgestaltung neu gestaltet wurde. Das Architekturbüro Klodwig und Partner aus Münster begleitete diesen Prozess, der der Kirche den Spitznamen „Kirche mit der blauen Decke“ einbrachte – ein Symbol für ihre zeitgemäße Ausrichtung und den Wunsch nach neuen Wegen im Glauben.
Die Architektur der St. Franziskus-Kirche verbindet traditionelle Elemente mit zeitgenössischen Gestaltungsprinzipien. Während der Innenraum durch klare Linien und eine farbige Decke besticht, wirkt die Fassade zurückhaltend und funktional. Besonders hervorgehoben wird der Altarbereich, der als zentraler Ort der Gottesdienste und der Begegnung mit Gott gestaltet ist. Die Kirche ist zudem ein Beispiel für die nachkonziliare Kirchenreform, die seit den 1960er-Jahren die Liturgie und den Gemeindebau neu ausrichtete. Die Umgestaltung sollte nicht nur ästhetisch ansprechend sein, sondern auch die Teilhabe aller Gläubigen fördern – unabhängig von Alter oder Mobilität.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Inklusivität der St. Franziskus-Kirche. Seit 2013 trägt sie das Prädikat „Faire Gemeinde“, was ihre soziale Verantwortung und Offenheit für alle Menschen unterstreicht. Zudem ist der Zugang rollstuhlgerecht gestaltet, um Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Besuch zu ermöglichen. Die Kirche ist damit nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Symbol für die Werte der Nächstenliebe und Solidarität, die im franziskanischen Geist verwurzelt sind.
Die Umgebung der St. Franziskus-Kirche ist geprägt von urbanem Leben und kirchlicher Präsenz. In direkter Nachbarschaft befindet sich die Heilig-Geist-Kirche, ein weiteres modernes Sakralbauwerk, das von dem Architekten Johannes Garthaus entworfen wurde. Beide Kirchen repräsentieren unterschiedliche Ansätze der Kirchenarchitektur des 20. Jahrhunderts – während St. Franziskus durch Farbigkeit und Gemeinschaftsorientierung besticht, setzt Heilig Geist auf minimalistische Betonstrukturen und Lichtakzente. Gemeinsam bilden sie einen lebendigen Teil des kirchlichen und kulturellen Lebens in Osnabrück.
Die St. Franziskus-Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein Raum für Begegnung und Unterstützung. In der Nähe befindet sich die „Hilfe“-Einrichtung, eine langjährige Jugend- und Familienhilfe des Bistums, die seit über 100 Jahren Menschen in belasteten Lebenssituationen begleitet. Diese Verbindung unterstreicht die soziale Dimension der Kirche und zeigt, wie Glauben und praktische Nächstenliebe hier Hand in Hand gehen. Für Besucher bietet die St. Franziskus-Kirche damit nicht nur spirituelle Impulse, sondern auch einen Einblick in die lebendige Gemeindearbeit vor Ort.