Mariä Himmelfahrt
Highlights
- Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen wurde 1471 gegründet und ist eine Filialkirche von Bissingen.
- Im 18. Jahrhundert erhielt sie eine barocke Rokoko-Ausstattung, die 1906 und 1972 restauriert wurde.
- Die Kirche ist aus Bruchstein- und Ziegelmauerwerk erbaut und verfügt über einen siebengeschossigen Turm mit Zwiebelhaube.
Tipps
- Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen ist ein barockes Kleinod mit beeindruckenden Rokoko-Fresken und lohnt einen Besuch.
- Der siebengeschossige Turm mit Zwiebelhaube prägt das Ortsbild und lädt zur Besichtigung der historischen Kirche ein.
- Während des Dreißigjährigen Krieges mehrfach geplündert, wurde die Kirche später im Rokoko-Stil vollständig erneuert.
Eigenschaften
Über Mariä Himmelfahrt
Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Bissingen-Buggenhofen im Landkreis Dillingen an der Donau ist ein bedeutendes sakrals Kulturdenkmal Bayerns. Die römisch-katholische Kirche wurde erstmals im 15. Jahrhundert erbaut und später mehrfach umgebaut und renoviert. Ursprünglich entstand sie an der Stelle, an der laut Überlieferung im Jahr 1471 ein Marienaltar in einem Gestrüpp entdeckt wurde. Noch im selben Jahr begann der Bau unter dem Abt des Benediktinerklosters Heilig Kreuz in Donauwörth. Die Wallfahrtskirche erhielt früh päpstlichen Ablass und entwickelte sich zu einem regionalen Pilgerziel.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach verändert und erweitert. Besonders prägend war der Umbau Ende des 17. Jahrhunderts durch Georg Danner. In der Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte eine umfassende Innenausstattung im Rokoko-Stil, die unter anderem von Laurentin Hieber und Johann Baptist Enderle gestaltet wurde. Auch im 20. und 21. Jahrhundert fanden mehrere Restaurierungen statt, zuletzt eine Dachsanierung und eine umfassende Innenraumrenovierung. Die Kirche ist eine Filialkirche der Pfarreiengemeinschaft Bissingen und steht unter dem Schutz des Bistums Augsburg.
Das Äußere der Kirche zeigt eine Mischung aus spätgotischen und barocken Elementen. Das Mauerwerk besteht aus Bruchstein und Ziegel, der Turm ist achtseitig und mit einer Zwiebelhaube versehen. Besondere Merkmale sind die Klangarkaden im obersten Turmgeschoss sowie die schmuckvollen Strebepfeiler am Chor. Der Haupteingang im Süden wird von einem geschlossenen Vorzeichen flankiert. Die Architektur des Innenraums ist geprägt von einem einschiffigen Langhaus mit Tonnengewölbe, das in einen dreijochigen Chor mündet. Im Westen schließt eine Doppelempore den Raum ab, während an der Nord- und Südseite des Chors je ein Oratorium mit kunstvoll geschnitzten Holzgittern angebracht ist.
Die Innenausstattung im Rokoko-Stil ist besonders bemerkenswert. Die Deckenfresken von Chor und Langhaus sind von profilierten Stuckrahmen umgeben und zeigen unter anderem Darstellungen der Tugenden Marias. Die kunstvolle Stuckatur und die farbige Ausmalung erstrecken sich auch auf die Orgel- und Emporenbereiche. Die Beichtkapellen an den Seiten des Langhauses sind mit Quertonnen gedeckt und fügen sich harmonisch in das Gesamtkonzept ein. Die kunsthandwerkliche Qualität der Ausstattung wird von Besucherinnen und Besuchern regelmäßig als außergewöhnlich wahrgenommen.