Barocke Gärten HWN 78
Highlights
- Die barocken Schlossgärten in Blankenburg sind über 300 Jahre alt und zählen zu den größten ihrer Art in Sachsen-Anhalt.
- Zum barocken Garten gehören präzise Hecken, Brunnen, Sandsteinfiguren und farbenfrohe Blumenrabatten.
- Der Berggarten mit Teehaus und Prinzessinnenturm bietet einen schönen Blick über die Stadt und das Harzvorland.
Tipps
- Spaziergänge durch die barocken Gärten bieten eine schöne Möglichkeit zur Entspannung und Erholung.
- Bei Besuch lohnt sich ein Blick auf die kunstvoll angelegten Blumenrabatten und Sandsteinfiguren.
- Sonderstempel und gelegentliche HWN-78-Suchen machen den Aufenthalt abwechslungsreich.
Eigenschaften
Über Barocke Gärten HWN 78
Die Barocke Gärten HWN 78 in Blankenburg zählen zu den bedeutendsten Gartenanlagen Sachsens-Anhalt und sind Teil des Netzwerks „Gartenträume – Historische Gärten und Parks in Sachsen-Anhalt“. Das über 100 Hektar umfassende Ensemble erstreckt sich zwischen dem Großen und Kleinen Schloss und zählt zu den größten und ältesten seiner Art im Bundesland. Ursprünglich im frühen 18. Jahrhundert als Ausdruck fürstlicher Repräsentation angelegt, spiegelt der Terrassengarten mit seinen kunstvoll gestalteten Elementen wie Sandsteinfiguren, Brunnen, Blumenrabatten und präzise geschnittenen Hecken die barocke Gartenkunst wider. Besucher können hier nicht nur die historische Anlage erkunden, sondern auch einen der markanten Punkte der Harzer Wandernadel (HWN 78) erreichen sowie einen Sonderstempel erhalten.
Über die Stadtmauer vom Terrassengarten getrennt liegt der Berggarten, der mit seinem Teehaus und dem Prinzessinnenturm eine malerische Aussicht auf Blankenburg und das Harzvorland bietet. Die Gestaltung des Berggartens hat eine lange Tradition – bereits im 17. Jahrhundert gab es hier erste Anlagen, die im Laufe der Zeit mehrfach umgestaltet wurden. Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Bereich um das ehemalige Orangerieplateau, das einst mit Kübelpflanzen, Statuen und Brunnen geschmückt war und als Bühne für Gartentheater diente. Auch der Fasanengarten, der sich zwischen Kleinem Schloss und dem Schlosshotel befindet, wurde im Zuge von Restaurierungsmaßnahmen seit den 2000er Jahren wieder in seinen ursprünglichen Stil zurückversetzt und zeigt heute kunstvolle Bezüge zur mythologischen Bedeutung der Fasane.
Ein weiteres charakteristisches Element des Schlossparks ist die weitläufige Kastanienallee, deren Bäume mehrere Jahrhunderte alt sind. Die Wege durch den Park folgen noch heute den historischen Verläufen des 17. und 18. Jahrhunderts. Der romantische Schlossteich, der einst zur Wasserversorgung der städtischen Mühlen diente, bildet einen weiteren zentralen Bestandteil der Anlage. Die älteste erhaltene Teilfläche ist der bereits im 17. Jahrhundert eingefriedete Tiergarten, der einst von der Grafenfamilie als Jagd- und Lustbereich genutzt wurde. Mit dem „Green Flag Award“ wurde die Pflegequalität und das Besuchererlebnis der Gärten besonders gewürdigt. Die gepflegte Anlage lädt zum Spazierengehen ein und bietet sowohl Einblicke in die Gartenkunst vergangener Epochen als auch Raum für Ruhe und Erholung im Naturerlebnis.