Kirche Chemnitz
Highlights
- Die gotische Feldsteinkirche Chemnitz wurde 1305 geweiht und gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Wulkenzin-Breesen.
- Der hölzerne Turmaufsatz stammt aus dem 18. Jahrhundert, die Kirche verfügt über eine Orgel von Carl Noebe aus dem Jahr 1845.
- Die Kirche ist Teil der Baudenkmale in Blankenhof und kann in den Sommermonaten im Rahmen der 'Offenen Kirchen MV' besucht werden.
Tipps
- Die gotische Dorfkirche Chemnitz ist eine historische Saalkirche ohne Chor, gebaut 1305, mit flacher Balkendecke und romanisch-gotischem Baustil.
- Der hölzerne Turmaufsatz mit sechseckigem Spitzhelm stammt aus dem 18. Jahrhundert und trägt eine kleine Kirchglocke.
- Die Kirche kann von Mai bis Oktober fast täglich besucht werden, außerhalb dieser Zeit nur mit Voranmeldung oder während eines Gottesdienstes.
Eigenschaften
Über Kirche Chemnitz
Die Kirche Chemnitz ist eine evangelische Dorfkirche im Ortsteil Chemnitz der Gemeinde Blankenhof im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie zählt zu den Sakralbauten mit historischem Wert und ist Teil der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wulkenzin-Breesen. Die gotische Feldsteinkirche wurde erstmals im Jahr 1305 erwähnt und stammt aus der Zeit des Bischofs Heinrich von Kammin. Ursprünglich als Pfarrkirche genutzt, fungiert sie heute als Filialkirche. Der Bau zeichnet sich durch einen romanisch-gotischen Übergangsstil aus und besteht aus einem Saalbau ohne klare Trennung zwischen Chor und Langhaus. Besonders bemerkenswert ist die flache Balkendecke, die mit Blattornamenten verziert ist.
Der Kirchturm wurde im 18. Jahrhundert errichtet und trägt einen sechseckigen Spitzhelm mit einer kleinen Glocke. Ehemals befanden sich drei Glocken im Turm, die jedoch im Ersten und Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurden. An der Westwand sowie an den Fenstern des Langhauses wurden später Erneuerungen vorgenommen. Auf dem Dach befindet sich eine Hühner-Windfahne, die das Dachmotiv schmückt. Im Inneren wurde die Kirche im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil umgestaltet. Der Altaraufsatz ähnelt demjenigen der Kapelle Althof. Auch einige Wappen der früheren Patronatsfamilien von Klinggräff und von Lützow sind an der Orgelempore zu sehen.
Die Kirche verfügt über eine Orgel, die 1845 vom Orgelbauer Carl Noebe erbaut wurde. Diese Orgel wurde im Jahr 2002 von Rainer Wolter aus Zudar auf Rügen restauriert und erhielt dabei neue Prospektpfeifen. Innenräume wurden zuletzt 2018 modernisiert, darunter eine neue elektrische Bankheizung sowie eine Überarbeitung der Beleuchtung und Ausmalung. Um den Gottesdienstbesuch im Winter zu erleichtern, wird eine sogenannte Winterkirche genutzt, die sich besser heizen lässt. Die Einfriedung des Kirchhofs sowie ein schmiedeeisernes Grabkreuz gehören ebenfalls zum kulturhistorischen Erbe des Ortes und sind als Baudenkmale ausgewiesen.
Chemnitz liegt im Nordosten von Blankenhof und ist über die B 104 gut erreichbar. Südöstlich erstreckt sich das Landschaftsschutzgebiet Malliner Bach und Seenkette. Der Ortsteil verfügt über mehrere erhaltenswerte Baudenkmale, darunter das ehemalige Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert, das bis 1945 im Besitz der Familie von Klinggräff war. Die Kirche selbst ist ein zentraler Bestandteil des Dorflebens und wird regelmäßig im Rahmen der „Offenen Kirchen MV“ in den Sommermonaten für Besuche geöffnet. Außerhalb dieser Zeit ist der Zugang nur nach Absprache mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden möglich.