Untere Stadtkehle (Werk XXVI)
Highlights
- Die Untere Stadtkehle (Werk XXVI) wurde 1845 bis 1855 erbaut und diente der Verteidigung der Donau.
- Das Mauerwerk verlief 75 Meter lang vom Unteren Donauturm bis zur Halbbastion 1.
- Beim Bau des Hotel Maritim in den 1990er Jahren wurden Teile der Kehle abgebrochen.
Tipps
- Das Mauerwerk der Unteren Stadtkehle verläuft entlang des Valckenburgufers und ist heute Teil der historischen Donaufront.
- Nahegelegene Sehenswürdigkeiten bieten weitere Einblicke in die militärische Geschichte Ulms.
- Ein Spaziergang entlang der Kehle ermöglicht einen Blick auf Reste der alten Stadtverteidigung.
Eigenschaften
Über Untere Stadtkehle (Werk XXVI)
Die Untere Stadtkehle (Werk XXVI) ist ein historisches Befestigungsbauwerk in Ulm und Teil der ehemaligen Bundesfestung Ulm. Es liegt im Stadtteil Oststadt direkt an der Donau und stellt ein Zeugnis der militärischen Stadtplanung des 19. Jahrhunderts dar. Das Werk verbindet den Unteren Donauturm im Osten mit der Halbbastion 1 auf der Neu-Ulmer Seite und bildet damit einen Abschnitt der ehemaligen Donaufront.
Errichtet wurde die Stadtkehle zwischen 1845 und 1855 unter Leitung des Ing.-Majors von Völker. Ursprünglich umfasste das Bauwerk eine rund 75 Meter lange Mauer entlang des Donauufers, eine Wachtkasematte im Knick der Mauerlinie sowie ein Ländetor für den Fußgängerverkehr. Die militärische Funktion des Werkes beschränkte sich auf die Verteidigung der Donaufront; es diente als Verbindungselement zwischen den Hauptwerken und war nicht ständig besetzt.
Im Zuge der städtebaulichen Veränderungen der 1990er Jahre wurden Teile des Mauerwerks abgetragen, um den Bau des Hotel Maritim und des Congress Centrums zu ermöglichen. Dabei wurden das Ländetor sowie die Wachtkasematte entfernt. Heute ist das Mauerwerk stark gekürzt und endet in unmittelbarer Nähe zum Hotelkomplex. Einige Pfeiler des ehemaligen Tores sind jedoch noch sichtbar und zeugen von der ursprünglichen Bausubstanz.
Die Untere Stadtkehle zählt heute zu den erhaltenen Resten der alten Stadtverteidigung Ulms. Sie steht nicht unter Denkmalschutz, wird aber als historisch bedeutsames Element der Festungsanlage wahrgenommen. Ihre Lage direkt am Donauufer im Stadtzentrum macht sie zu einem markanten, wenn auch zurückhaltenden Zeugnis militärischer Architektur des 19. Jahrhunderts.
Das Werk ist überwiegend für Fußgänger zugänglich, die sich entlang des Valckenburgufers einen Eindruck von der historischen Mauerstruktur verschaffen können. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere Teile der ehemaligen Festungsanlage, darunter der Untere Donauturm im Osten sowie die Halbbastion 1 auf der gegenüberliegenden Donauseite. Mit einer Bewertung von 4,50 von 5 Sternen bei sechs Eintragungen spiegelt die Untere Stadtkehle das Interesse der Öffentlichkeit an der Stadtgeschichte und den Spuren der militärischen Vergangenheit wider.