Kirche zu Oiste
Highlights
- Die Kirche zu Oiste in Blender ist eine evangelisch-lutherische Denkmalgeschützte Kirche mit gotischen und barocken Elementen.
- Der Kirchturm von 1764 hat eine offene Laterne und beherbergt drei gestimmte Glocken sowie eine historische Schlagglocke aus dem Jahr 1448.
- Die Orgel der Kirche wurde 1852 erbaut, 1937 umgebaut und 2000 originalgetreu restauriert.
Tipps
- Die Kirche ist aktuell nur von außen zugänglich, ein Besuch lohnt sich dennoch für die Architektur und Lage am Blender Mühlenweg.
- Teilweise sind Gottesdienste in der Kirche zu Oiste möglich, vor Ort informieren oder aktuelle Termine prüfen.
- Führungen sind je nach Jahreszeit und Verfügbarkeit mit Voranmeldung bei der Kirchengemeinde möglich.
Eigenschaften
Kulturvolle Kirche zu Oiste in Blender entdecken
Die Kirche zu Oiste steht in der Gemeinde Blender im Landkreis Verden, Niedersachsen, und ist ein markantes Sakralgebäude mit einer über 900-jährigen Geschichte. Als evangelisch-lutherische Kirche ist sie Teil der Kirchengemeinde Blender, die pfarramtlich auch die Ortsteile Intschede und Oiste umfasst. Die Kirche gehört zum Kirchenkreis Verden innerhalb des Sprengels Stade der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Mit einem durchschnittlichen Google-Rating von 4,60 von 5 Sternen bei vier Bewertungen gilt sie als besonders sehenswert. Der erste Kirchbau wird um das Jahr 1123 datiert, wobei die genaue Quelle dieser Angabe nicht überliefert ist. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus mehrfach umgebaut und erweitert. Der Kirchturm, der 1764 den alten, baufälligen Turm ersetzte, wurde beim Neubau der heutigen Saalkirche um 1825/27 beibehalten. Dieser Turm ist dreigeschossig und quadratisch, mit einer charakteristischen schiefergedeckten, glockenförmigen Haube und einer offenen, vierseitigen Laterne. Im obersten Geschoss befinden sich Klangarkaden, hinter denen der Glockenstuhl mit drei Glocken untergebracht ist, deren Gussdatum und Herkunft nicht eindeutig belegt sind. Eine weitere Glocke aus dem Jahr 1448 hängt direkt in der Laterne und dient als Schlagglocke. Das Langhaus der Kirche besteht aus verputztem Ziegelmauerwerk und gliedert sich in sieben Joche. Die beiden äußeren Joche sind zweigeschossig gestaltet, wobei sich oben rechteckige Sprossenfenster und unten halbkreisförmige Fenster befinden. Die übrigen Joche zeigen oben Bogenfenster und unten rechteckige Sprossenfenster. Im Inneren wird der Raum durch seitliche Emporen auf schlanken Holzstützen in drei Abschnitte unterteilt. Das Zentrum des Kirchenraums wird von einem segmentbogigen Tonnengewölbe überspannt, während über den Emporen Flachdecken angebracht sind. Die Ausstattung der Kirche vereint verschiedene Epochen. Das älteste erhaltene Möbelstück ist der Ambon aus dem Jahr 1770. Ein Kanzelaltar und ein Taufbecken stammen aus dem Jahr 1827. Besonders bemerkenswert ist die quadratische Taufstelle, die aus einer ehemaligen Kommunionbank gefertigt wurde. Die Orgel der Kirche wurde 1852 von Philipp Furtwängler & Söhne erbaut und später 1937 von Emil Hammer umgebaut. Im Jahr 2000 erfolgte eine umfassende Restauration durch Franz Rietzsch aus Hemmingen, wobei die ursprüngliche Disposition mit 22 Registern auf zwei Manuale und Pedal wiederhergestellt wurde. Die Kirche zu Oiste ist nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein kulturhistorisches Zeugnis von hohem architektonischem und kunsthandwerklichem Wert. Sie lädt sowohl Gläubige als auch Interessierte ein, die Bau- und Kunstdenkmäler des ländlichen Niedersachsens zu entdecken. Die Kirche ist Bestandteil des reichhaltigen kulturellen Lebens der Gemeinde Blender und steht für die lebendige Tradition evangelisch-lutherischer Kirchenkultur in der Region.
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Häufige Fragen zu Kirche zu Oiste
Welche Kirchengemeinden sind mit Blender pfarramtlich verbunden?
Quelle: wikipedia
Wann wurde die heutige Kirche zu Oiste erbaut?
Quelle: wikipedia
Welche besonderen Orgelbauer waren an der Orgel zu Oiste beteiligt?
Quelle: wikipedia
Was ist das älteste Einrichtungsstück der Kirche zu Oiste?
Quelle: wikipedia