Denkmal/Gedenkstätte

Else Hirsch

Josef-Neuberger-Straße 1, 44787 Bochum

Tipps

  • Besucher sollten schriftliche Anfragen per Post stellen, da telefonische Erreichbarkeit nicht gewährleistet ist.
  • Bei Besuchen ist Geduld geboten, da Antwortzeiten lang sein können.
  • Für Informationen zu rechtlichen Themen sind die Broschüren des Opferschutzes hilfreich.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Else Hirsch in Bochum entdecken

Die Else-Hirsch-Gedenkstätte in Bochum erinnert an das Leben und Wirken der jüdischen Lehrerin Else Hirsch, die sich während der Zeit des Nationalsozialismus mit großem persönlichem Einsatz für das Wohl jüdischer Kinder einsetzte. Geboren in Bützow, lehrte sie ab 1927 an der Israelitischen Volksschule in Bochum und engagierte sich dort nicht nur pädagogisch, sondern auch in der Gemeindearbeit. In der Reichspogromnacht 1938 wurde die Schule zerstört, doch Else Hirsch setzte den Unterricht fort und half ab 1938/39 bei der Organisation von Kindertransporten in die Niederlande und nach England. Diese Transporte ermöglichten vielen jüdischen Kindern und Jugendlichen die Flucht aus dem nationalsozialistischen Terror.

Nachdem die Israelitische Volksschule 1941 geschlossen wurde, blieb Else Hirsch in Bochum und wurde 1942 zusammen mit einigen ehemaligen Schülern ins Rigaer Ghetto deportiert. Dort soll sie weiterhin Unterricht gegeben und Unterstützung für bedürftige Menschen geleistet haben, ehe sie im Holocaust ums Leben kam. Ihr mutiges Handeln rettete Dutzende von Kindern vor der Vernichtung. 1997 wurde eine Straße in Bochum zu ihren Ehren in „Else-Hirsch-Straße“ umbenannt. Ein weiteres Denkmal vor der ehemaligen jüdischen Schule in der Huestraße folgte im Jahr 2006.

Heute steht der Name Else Hirsch für bürgerschaftliches Engagement, Zivilcourage und humanitäre Verantwortung in einer Zeit großer Bedrängnis. Die Gedenkstätte ist ein wichtiger Ort der Erinnerungskultur in Bochum und erinnert eindringlich an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung unter dem NS-Regime. Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort über ihr Leben und Werk informieren und ihre herausragende Rolle im lokalen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur würdigen.

Die Bedeutung von Else Hirsch reicht weit über ihre pädagogische Tätigkeit hinaus. Sie verkörpert den Widerstand von Einzelnen gegen die Ungerechtigkeit des Systems und zeigt, wie durch Hilfsbereitschaft und Mut Leben gerettet werden konnten. Die Gedenkstätte lädt dazu ein, sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen und die Werte des Respekts, der Toleranz und der Menschlichkeit im Blick auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen neu zu reflektieren.

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Häufige Fragen zu Else Hirsch

Wer war Else Hirsch?
Else Hirsch war eine jüdische Lehrerin in Bochum, die während des Nationalsozialismus Kindertransporte ins Ausland organisierte. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann lebte Else Hirsch in Bochum?
Else Hirsch lebte ab 1927 in Bochum und unterrichtete an der Israelitischen Volksschule. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was hat Else Hirsch während der NS-Zeit getan?
Sie half bei der Organisation von Kindertransporten in die Niederlande und nach England, um jüdische Kinder vor der Deportation zu retten. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der jüdischen Schule in Bochum während der Reichspogromnacht?
Die jüdische Volksschule wurde verwüstet und 1939 geschlossen. Else Hirsch führte sie bis 1941 als Privatschule weiter. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia