Museum

Kolonie Hannover

Günnigfelder Str. 251, 44793 Bochum

Tipps

  • Bei Besuch der Kolonie Hannover in Bochum lohnt sich ein Abstecher zum Malakoffturm mit der historischen Dampfmaschine, die heute elektrisch betrieben wird.
  • Die Kolonie bietet eine gut erhaltene Zeugenschaft des industriellen Arbeiterviertels des 19. Jahrhunderts und ist ideal für einen Spaziergang in historischer Atmosphäre.
  • Familien finden auf dem Gelände einen großen Spielplatz sowie Sitzgelegenheiten mit Tischen, die für eine Pause zwischendurch einladen.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Ausflug Kultur Museum Kolonie Hannover Bochum

Die Kolonie Hannover in Bochum ist eine historische Werkssiedlung, die eng mit der industriellen Vergangenheit der Region verbunden ist. Ursprünglich ab den 1870er Jahren vom Stahlkonzern Krupp errichtet, diente sie als Wohngebiet für die Arbeiter der nahegelegenen Zeche Hannover. Die Siedlung in Bochum-Günnigfeld zählt heute zu den wenigen weitgehend unverändert erhaltenen Beispielen früher Arbeiterviertel im Ruhrgebiet und vermittelt ein authentisches Bild des Lebens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Aufgrund ihrer besonderen städtebaulichen und kulturhistorischen Bedeutung wurde die Kolonie 1989 unter Denkmalschutz gestellt.

Architektonisch zeigt die Siedlung eine einheitliche Struktur, geprägt vom sogenannten „Krupp’schen System II“. Typisch sind die zweigeschossigen Fachwerk- und Ziegelbauten mit Kreuzgrundriss, Satteldächern und niedrigen Anbauten, die ursprünglich als Nebengebäude dienten. Die Häuser sind entlang geradliniger Straßenzeilen von Nordwest nach Südost angeordnet. Zu den ursprünglichen Einrichtungen gehörten auch zwei Volksschulen sowie eine Konsumanstalt, von denen jedoch nur die ehemalige Kruppsche Kleinkinderschule heute noch steht. Die meisten Gebäude sind heute Wohnungen in Privatbesitz, wobei der charakteristische äußere Eindruck weitgehend bewahrt geblieben ist.

Die Kolonie Hannover ist nicht nur ein geschichtsträchtiges Viertel, sondern auch Teil des LWL-Museums Zeche Hannover, das die industrielle Kultur Bochums lebendig werden lässt. Der ehemalige Bergwerksstandort beeindruckt mit dem markanten Malakowturm und einer historischen Maschinenhalle, in der die große Treibscheibe einer Dampffördermaschine aus dem späten 19. Jahrhundert zu sehen ist – das älteste erhaltene Exemplar seiner Art im Ruhrgebiet. Neben Führungen und Bildungsangeboten für Kinder lockt besonders der Bergbauspielplatz „Zeche Knirps“ mit interaktiven Elementen, die das Leben unter Tage kindgerecht nachvollziehbar machen.

Die Siedlung umfasste ursprünglich 37 Gebäude mit insgesamt 148 Wohneinheiten, verteilt auf die Straßen wie Karlstraße, Friedrichstraße und Rudolfstraße. Einige Abschnitte, etwa an der Ulrichstraße, wurden später modernisiert und teilweise verdichtet, doch insgesamt prägt die ursprüngliche Struktur noch immer das Erscheinungsbild. Die Kolonie Hannover ist damit ein lebendiges Zeugnis der industriellen Sozialarchitektur und ein wichtiger Baustein der Kulturgeschichte Nordrhein-Westfalens.

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Häufige Fragen zu Kolonie Hannover

Was ist die Kolonie Hannover in Bochum?
Die Kolonie Hannover ist eine historische Werkssiedlung in Bochum-Günnigfeld, erbaut von der Firma Krupp für Bergarbeiter der Zeche Hannover. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wann wurde die Kolonie Hannover gebaut?
Der Bau begann 1875 und schloss 1890 ab, insgesamt wurden 148 Wohneinheiten in vier Etappen errichtet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Welche Besonderheiten hat die Kolonie Hannover?
Sie zeigt eine einheitliche Bebauung mit Fachwerk- und Ziegelhäusern, große Parzellen und erhaltene Zeilenstruktur – einzigartig im Ruhrgebiet. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Ist die Kolonie Hannover unter Denkmalschutz?
Ja, seit 1989 sind Teile der Siedlung, u. a. an der Karlstraße und Rudolfstraße, unter Denkmalschutz gestellt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Warum heißt die Siedlung Kolonie Hannover?
Sie wurde nach der Zeche Hannover benannt, deren Kapitalgeber aus Hannover stammten. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia