Museum

Kulturgeschichtliches Museum

Heger-Tor-Wall 27, 49074 Osnabrück

Highlights

  • Das Museum beherbergt die größte Sammlung von Werken des 1944 in Auschwitz ermordeten Malers Felix Nussbaum, geboren in Osnabrück.
  • Multimediale Ausstellungen zeigen Osnabrücks Stadtgeschichte mit Fokus auf jüdisches Leben im Mittelalter (1260–1430) und gesellschaftliche Konflikte.
  • Barrierefreier Zugang inkl. Rollstuhl-WC und interaktive Führungen ermöglichen partizipative Einblicke in lokale Kulturgeschichte.

Tipps

  • Der barrierefreie Zugang ermöglicht Besuchern im Rollstuhl oder mit Kinderwagen eine ungehinderte Erkundung der Ausstellungsräume.
  • Kleine Taschen bis zu einer Größe von 20x30 cm können in die Dauerausstellung mitgenommen werden, um persönliche Notizen oder Gegenstände zu verwahren.
  • Die multimedialen Installationen verbinden historische Objekte und Biografien mit gesellschaftlichen Fragestellungen und fördern so eine reflektierte Auseinandersetzung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturmuseum Osnabrück: Entdecke Geschichte live

Das Kulturgeschichtliche Museum in Osnabrück bietet einen faszinierenden Einblick in die vielfältige Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Als zentraler Ort der kulturellen Erinnerung verbindet es historische Schätze mit modernen Vermittlungsformaten. Besonders hervorzuheben ist die weltweit größte Sammlung von Werken des in Osnabrück geborenen Malers Felix Nussbaum, der 1944 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Seine Kunstwerke, die tief in die Themen Identität und Verfolgung eintauchen, prägen bis heute das kulturelle Gedächtnis der Region.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Osnabrücker Stadtgeschichte, die in einer multimedialen und familienfreundlichen Dauerausstellung lebendig wird. Die Ausstellung verbindet historische Ereignisse mit persönlichen Biografien und gesellschaftlichen Fragen – etwa durch interaktive Installationen, die Besucher:innen zum Nachdenken anregen. Besonders beeindruckend ist die Ausstellung zum jüdischen Leben im mittelalterlichen Osnabrück, die sich mit der ersten jüdischen Gemeinde zwischen etwa 1260 und 1430 auseinandersetzt. Diese Phase wird durch historische Dokumente und Objekte nachvollziehbar gemacht und zeigt das Nebeneinander von christlicher Mehrheitsgesellschaft und jüdischer Minderheit in einer von Konflikten geprägten Zeit.

Das Museum legt großen Wert auf partizipative Formate: Führungen, Workshops und dialogische Gespräche ermöglichen es Besucher:innen, sich aktiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Ob für Schulklassen, Jugendgruppen oder Erwachsene – das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und fördert ein kritisches Verständnis für historische und aktuelle Themen. Besonders die Villa_, ein neu konzipierter Debattenraum, widmet sich der Zeit des Nationalsozialismus und der ambivalenten Rolle des Osnabrücker Juristen Hans Georg Calmeyer. Hier werden historische Kontexte mit zeitgenössischen Fragen verknüpft, um demokratisches Handeln zu reflektieren.

Barrierefreiheit steht im Fokus: Das Museum ist vollständig rollstuhlgerecht ausgestattet, inklusive eines barrierefreien WC und Klappstühlen für längere Besuche. Auch Hunde sind – mit Ausnahme von Blinden- und Therapiehunden – nicht zugelassen, während Fotos ohne Blitzlicht erlaubt sind. Kleine Taschen (max. DIN A4) dürfen mitgenommen werden, um den Besuch zu erleichtern. Das Kulturgeschichtliche Museum ist damit nicht nur ein Ort der Information, sondern ein lebendiger Raum für Begegnung und Reflexion – ideal für einen kulturellen Ausflug in Osnabrück.

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