Denkmal/Gedenkstätte

Burgstall Wolfertschwenden

87787 Wolfertschwenden

Highlights

  • Der Burgstall Wolfertschwenden liegt südöstlich des Ortes bei 774 m ü. NN.
  • Die Anlage war durch einen Graben und Wall in östlicher Richtung geschützt.
  • Bekannte Besitzer waren die Edlen von Wolfertschwenden im 11. und 12. Jahrhundert.

Tipps

  • Der Burgstall liegt an einem Steilhang und ist über einen Graben und Wall begehbar, was früher die Verteidigung sicherte.
  • Auf dem Gelände sind noch Teile der ursprünglichen Burgruine sichtbar, darunter der Graben und die Grundfläche.
  • Ein Gedenkstein erinnert an die Geschichte der Burg, die unter Denkmalschutz steht.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Burgstall Wolfertschwenden

Der Burgstall Wolfertschwenden liegt im bayerischen Landkreis Unterallgäu, südöstlich des Ortes Wolfertschwenden. Die ehemalige Höhenburg thront auf einem Steilhang in einer Höhe von etwa 774 Metern über Normalnull und bietet einen freien Blick über die umliegende Landschaft. Aufgrund ihrer exponierten Lage war die Burg einst durch einen Graben im Osten gesichert, dessen Reste heute noch sichtbar sind. Hinter dem Graben verlief ein Wall, der zusammen mit dem Geländeprofil den ehemaligen Burgraum schützte. Ursprünglich maß der bebaute Bereich der Burg etwa sieben Meter in der Breite und 25 Meter in der Länge.

Die Burg stand im Besitz der adeligen Familie von Wolfertschwenden, die ab dem frühen Mittelalter hier ansässig war. Erste urkundliche Erwähnungen des Geschlechts datieren aus dem 10. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit ging der Besitz der Burg an andere Herrschaften über, darunter ab dem späten 12. Jahrhundert die Dienstleute von Ottobeuren. Heute zeugt lediglich der Burgstall von der ehemaligen Anlage. Der Ort ist unter Denkmalschutz gestellt und trägt an einer Stelle einen Gedenkstein mit einer historischen Inschrift.

Der Burgstall ist leicht zu erreichen und bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die regionale Geschichte. Obwohl keine baulichen Reste der ehemaligen Burganlage mehr erhalten sind, lässt sich durch die noch vorhandenen Strukturen wie der Graben und die Grundfläche der ursprüngliche Aufbau der Burg noch nachvollziehen. Dies unterscheidet den Standort von anderen Burgställen in der näheren Umgebung, wo oft weniger strukturelle Hinweise vorhanden sind. Besonders in der kahlen Jahreszeit wird der ehemalige Burghügel deutlicher sichtbar.

Die historische Bedeutung des Ortes wird durch verschiedene Quellen bestätigt, darunter auch regionale Forschungen zum mittelalterlichen Burgenwesen. Der Burgstall zählt heute zu den wenigen noch vorhandenen Zeugnissen der mittelalterlichen Besiedlung und Burgbaukultur im Raum Unterallgäu. Aufgrund der abgelegenen Lage ist der Fundort ohne präzise Navigation schwer zu finden, da keine Wegweiser in die unmittelbare Nähe führen. Dennoch wird der Ort gelegentlich von Personen aufgesucht, die sich für Geschichte oder Geocaching interessieren.

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