Radsportmuseum "Course de la Paix"
Highlights
- Das Radsportmuseum Course de la Paix in Kleinmühlingen widmet sich der Geschichte der Internationalen Friedensfahrt.
- Es zeigt über 10.000 Exponate wie Trikots, Fahrräder und Erinnerungsstücke berühmter Radsportler.
- Das Museum wurde 2007 eröffnet und wird jährlich von rund 2500 Besuchern besucht.
Tipps
- Das Museum zeigt über 10.000 Exponate zur Friedensfahrt und regionalen Radsportgeschichte auf 230 Quadratmetern.
- Führungen erfolgen meist durch engagierte Radsportler mit persönlichen Erinnerungen und Hintergrundwissen.
- Anmeldung vorab per Telefon oder E-Mail ist notwendig, da die Zugänglichkeit zeitlich begrenzt ist.
Eigenschaften
Über Radsportmuseum "Course de la Paix"
Das Radsportmuseum „Course de la Paix“ in Kleinmühlingen im Salzlandkreis widmet sich der Geschichte der Internationalen Friedensfahrt, eines bedeutenden Radsportereignisses des Ostblocks, das seit den 1940er Jahren als „Tour de Paix“ durchgeführt wurde. Das Museum erinnert nicht nur an sportliche Höhepunkte, sondern auch an die kulturelle und politische Bedeutung dieses Wettbewerbs, der einst als friedensförderndes Ereignis inmitten des Kalten Krieges galt. Es ist ein Ort, der Radsportgeschichte lebendig werden lässt und gleichzeitig persönliche Schicksale und Erinnerungen bewahrt.
Die Sammlung entstand durch den engagierten Kleinmühlinger Horst Schäfer, der bereits Anfang der 2000er Jahre mit privaten Exponaten ein kleines Museum in seiner Heimat gründete. Aufgrund wachsender Besucherzahlen und zahlreicher Spenden musste es jedoch schnell vergrößert werden. Mit Unterstützung der Gemeinde und des Vereins Radfreizeit, Radsportgeschichte und Friedensfahrt e. V. entstand ein neuer Museumsbau, der 2007 eröffnet wurde. Das Museum beherbergt heute auf rund 230 Quadratmetern über 10.000 Exponate, darunter historische Fahrräder, Trikots, Pokale, Fotos, Autogramme und sogar persönliche Briefe renommierter Radsportler.
Besucher erhalten bei Führungen durch das Museum tiefgehende Einblicke in die Friedensfahrt-Geschichte – etwa durch Exponate von Legenden wie Täve Schur, Steffen Wesemann oder Olaf Ludwig. Ein besonderes Highlight ist das Siegestrikot von Täve Schur aus dem Jahr 1955 oder eine Zeitfahrmaschine, mit der Olaf Ludwig 1980 trainierte. Auch Jugendliche, die in den 1980er Jahren mit der Friedensfahrt aufwuchsen, finden hier viele vertraute Erinnerungsstücke wieder. Die Atmosphäre wird dabei von Begeisterung und Leidenschaft geprägt – nicht zuletzt durch Museumsleiter Horst Schäfer, der selbst ehemaliger Radsportler ist und seine Besucher mit großer Freude und detailreichem Wissen durch das Museum führt.
Das Museum ist nicht nur ein Ort der Vergangenheit, sondern bleibt aktiv in der Gegenwart: Es veranstaltet regelmäßig Sonderausstellungen, Jubiläumsfeiern und Friedensspazierfahrten, die das friedenspolitische Erbe der Friedensfahrt weiterleben lassen. Einmal im Jahr öffnet sich das Museum für größere Veranstaltungen, wie etwa den „Tag der Friedensfahrt“, bei dem ehemalige Teilnehmer und Radsportgrößen zu Gast sind. Auch der Besuch von Schulklassen oder Radsportvereinen wird ausdrücklich begrüßt, wobei eine vorherige Anmeldung erforderlich ist.
Mit einem durchschnittlichen Google-Bewertung von 4,7 von 5 Sternen bei über 40 Rezensionen gehört das Radsportmuseum „Course de la Paix“ zu den besonders beliebten Kulturorten im Salzlandkreis. Es vermittelt nicht nur sportliche Geschichte, sondern auch Werte wie Frieden, Solidarität und internationale Verständigung – und das inmitten der idyllischen Landschaft des Bördelands, das selbst ein Stück ostdeutsche Geschichte ist.