Gedenkstein Außenlager Boizenburg des KZ Neuengamme
Highlights
- Das KZ-Außenlager Boizenburg wurde im August 1944 eingerichtet und beherbergte 400 ungarische Jüdinnen.
- Die Gefangenen produzierten unter Zwangsarbeit Flugzeug- und Schiffsteile für die Firma Thomsen & Co.
- Am 3. Oktober 1969 wurde ein Gedenkstein am ehemaligen Lagergelände eingeweiht.
Tipps
- Besuchen Sie die noch erhaltene Küchenbaracke des ehemaligen KZ-Außenlagers, heute Teil des Elbbergmuseums.
- Informieren Sie sich vor Ort über die Geschichte des Frauenaußenlagers und die Zwangsarbeit unter der SS.
- Nutzen Sie die Ausstellung mit Bild- und Texttafeln sowie Originalgegenständen zur Zeitgeschichte.
Eigenschaften
Kulturdenkmal Gedenkstein Außenlager Boizenburg des KZ Neuengamme in Boizenburg
Der Gedenkstein Außenlager Boizenburg des KZ Neuengamme erinnert an ein dunkles Kapitel der nationalsozialistischen Verbrechen in der Region. Errichtet im Jahr 1969, steht das Denkmal aus Feldsteinen mit einer Opferschale und einer Inschrift direkt am ehemaligen Lagergelände südlich der Stadt Boizenburg im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Es mahnt an die rund 400 ungarischen Jüdinnen, die hier von August 1944 bis April 1945 in einem Außenlager des Konzentrationslagers Neuengamme inhaftiert waren. Sie mussten unter unmenschlichen Bedingungen Flugzeug- und Schiffsteile für die Kriegsproduktion herstellen.
Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Grenzvorkontrollposten und war Teil eines komplexen Systems aus über 85 Außenlagern des KZ Neuengamme, in denen insgesamt mehr als 100.000 Menschen aus ganz Europa gefangen gehalten wurden. Ende April 1945 wurde das Lager vor den heranrückenden alliierten Truppen geräumt; die Gefangenen marschierten Richtung Neustadt-Glewe und wurden kurz darauf von US-amerikanischen Streitkräften befreit. Wer das Lager leitete, ist bis heute nicht abschließend geklärt.
Heute beherbergt die ehemalige Küchenbaracke des Lagers das Elbbergmuseum Boizenburg, das seit Anfang der 1990er Jahre unter Denkmalschutz steht. In der Baracke wird eine Ausstellung gezeigt, die sowohl die Geschichte des KZ-Außenlagers dokumentiert als auch die Bedeutung der innerdeutschen Grenze im geteilten Deutschland aufgreift. Besucher*innen finden dort unter anderem Bild- und Texttafeln, ein Modell des Lagers sowie original erhaltene Gegenstände. Die Gedenkstätte ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und Begegnung und lädt zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit ein.
Der Gedenkstein und das Museum befinden sich an der alten Bundesstraße 5, erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sie sind Teil der kulturellen und historischen Infrastruktur der Region und laden dazu ein, die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachzuhalten. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4 von 5 Sternen wird der Ort von Besucher*innen als eindrucksvoll und lehrreich wahrgenommen. Vor allem der historische Bezug zur ehemaligen innerdeutschen Grenze trägt zur besonderen Atmosphäre bei.
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Häufige Fragen zu Gedenkstein Außenlager Boizenburg des KZ Neuengamme
Wann wurde das KZ-Außenlager Boizenburg errichtet?
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Wie viele Häftlinge befanden sich im Außenlager Boizenburg?
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Welche Arbeiten mussten die Häftlinge im Außenlager Boizenburg verrichten?
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Was ist heute aus dem ehemaligen Lagergelände in Boizenburg geworden?
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Wo befindet sich der Gedenkstein für das KZ-Außenlager Boizenburg?
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