Denkmal/Gedenkstätte

zerstörte Synagoge

53179 Bonn

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Zerstörte Synagoge Bonn: Kulturdenkmal und Ausflugstipp

Die „zerstörte Synagoge“ in Bonn ist ein zentrales Denkmal jüdischer Geschichte und Erinnerung in der Stadt. Sie erinnert an die Synagoge im Bonner Ortsteil Gronau, die während der Novemberpogrome von 1938 zerstört und später abgerissen wurde. Obwohl das heutige Gebäude an der Tempelstraße eine Neugründung von 1958/59 ist, steht es symbolisch und geschichtlich mit der zerstörten Synagoge in Verbindung. Das heutige Gebäude ist als Baudenkmal geschützt und gilt als einzige Synagoge der Stadt Bonn. Es befindet sich südlich des Auswärtigen Amts im ehemaligen Bonner Regierungsviertel.

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Bonn reicht weit zurück. Bereits im 18. Jahrhundert gab es eine Synagoge im Bonner Judenviertel. Eine weitere wichtige Einrichtung war die Alte Synagoge, die 1879 an der Nordseite der Alten Rheinbrücke eingeweiht wurde. Mit dem Anstieg nationalsozialistischer Gewalt wurde die Synagoge am 10. November 1938 angegriffen und zerstört. Die Gedenkstätte, die heute an diesen Ort erinnert, wurde 1988 errichtet. Sie befindet sich nicht direkt am historischen Standort, sondern markiert symbolisch den Verlust und die Erinnerung an die Zerstörung.

Die heutige Synagoge in der Tempelstraße wurde nach Plänen des Architekten Helmut Goldschmidt im Zuge des Wiederaufbaus der jüdischen Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut. Die neue Synagoge diente ab 1959 als Versammlungs- und Gotteshaus und wurde im Laufe der Jahre mehrfach erweitert. Der Architekturkomplex gehören auch ein Gemeindehaus sowie weitere Nebengebäude an, die eng mit der Synagoge verbunden sind. Besonders auffällig ist die schräggestellte Stahlbetonfassade, die dem Gebäude einen modernen, dennoch zurückhaltenden Charakter verleiht.

Die Synagoge gilt nicht nur als religiöses Zentrum, sondern auch als Mahnmal. Sie steht für die Erinnerung an die Verfolgung und Zerstörung jüdischen Lebens in Bonn und Deutschland. In unmittelbarer Nähe befinden sich weitere bedeutende Gedenkstätten und historische Orte, darunter der jüdische Friedhof im Waldfriedhof Kottenforst. Ein Säulenfragment der alten Synagoge war bis 2019 an der Synagoge aufgestellt, bevor es auf den Friedhof versetzt wurde. Die Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Bonn erfolgte im Jahr 2000 und schützt den ursprünglichen Baukomplex von 1958/59.

Die „zerstörte Synagoge“ ist somit mehr als nur ein historischer Ort – sie ist ein Symbol für Erinnerung, Versöhnung und die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft. Besucher finden hier eine Atmosphäre der Reflexion und des Gedenkens, die durch die architektonische Zurückhaltung und die klare symbolische Ausstrahlung verstärkt wird. Die Stätte trägt aktiv zur kulturellen und historischen Bildung in Bonn bei und erinnert eindringlich an die Ereignisse der NS-Zeit sowie an die Wiedergründung des jüdischen Lebens in der Bundesstadt.

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Häufige Fragen zu zerstörte Synagoge

Wann wurde die erste Synagoge in Bonn zerstört?
Die erste Synagoge in Bonn wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört und später abgerissen. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Gibt es heute noch eine Synagoge in Bonn?
Ja, seit 1959 gibt es eine neue Synagoge in Bonn-Gronau. Sie steht unter Denkmalschutz und ist das einzige jüdische Gotteshaus der Stadt. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Was geschah mit der jüdischen Gemeinde in Bonn nach 1938?
Nach der Zerstörung der Synagoge 1938 wurde die jüdische Gemeinde dezimiert. Eine neue Gemeinde gründete sich nach 1945 neu, zunächst mit nur wenigen Mitgliedern. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia

Wo befand sich die zerstörte Synagoge in Bonn?
Die zerstörte Synagoge befand sich an der Nordseite der Alten Rheinbrücke und wurde 1879 eingeweiht. Sie war Teil der jüdischen Gemeinde, die um 1933 etwa 1200 Mitglieder zählte. Stand Juni 2026.

Quelle: wikipedia