BASA-Museum
Highlights
- Das BASA-Museum in Bonn ist eine archäologisch-ethnologische Lehr- und Studiensammlung mit über 10.000 Objekten aus den Amerikas.
- Gegründet 1948, zeigt es wechselnde Sonderausstellungen und fördert Forschung sowie Provenienzforschung und Restitution.
- Die Sammlung umfasst Schwerpunkte aus präkolumbischen Kulturen, indigenen Gruppen und Forschungskorpora ehemaliger Lehrstühle.
Tipps
- Das BASA-Museum in Bonn bietet wechselnde Sonderausstellungen mit archäologischen und ethnologischen Sammlungen aus den Amerikas.
- Interessierte können die Sammlung während der Öffnungszeiten besuchen und sich über aktuelle Veranstaltungen informieren.
- Ein kostenloses Frühstück ist möglich, wenn man in der Semesterferienzeit des Museums früh genug da ist.
Eigenschaften
Über BASA-Museum
Das BASA-Museum in Bonn ist eine archäologisch-ethnologische Lehr- und Studiensammlung der Universität Bonn und befindet sich im Institut für Archäologie und Kulturanthropologie. Es wurde im Jahr 1948 durch Hermann Trimborn gegründet und beherbergt heute über 10.000 Objekte, die verschiedene indigene Kulturen der Amerikas widerspiegeln. Die Sammlung gliedert sich in ethnographische und archäologische Bestände, wobei der Schwerpunkt auf Südamerika sowie den Regionen des Andenhochlands und Mesoamerikas liegt. Neben Exponaten aus diesen Gebieten werden auch Forschungsdokumentationen, Fotografien, Kartenmaterial sowie wissenschaftliche Korrespondenzen aus mehreren Jahrzehnten aufbewahrt und digital erfasst.
Die Ausstellungsfläche des Museums dient sowohl der Lehre als auch der Öffentlichkeit und bietet regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen. Ein Teil der Sammlung ist im Schaudepot einsehbar, was einen direkten Zugang zu den Objekten für Besucherinnen und Besucher ermöglicht. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge, Workshops und wissenschaftliche Veranstaltungen, die im Rahmen der universitären Forschung stattfinden. Das Museum versteht sich als Ort des Austauschs und der kritischen Auseinandersetzung mit kulturellem Erbe, wie unter anderem durch die Mitunterzeichnung der Heidelberger-Stellungnahme zur Dekolonisierung und Restitution sichtbar wird.
Die Sammlung entstand über Jahrzehnte durch Schenkungen, Leihgaben und gezielte Anschaffungen. Zu den bedeutenden Beiträgen zählen unter anderem Sammlungen ehemaliger Lehrstuhlinhaber und Mitarbeiter, darunter Hermann Trimborn, Udo Oberem und Hanns J. Prem. Heute wird die Datenbank des Museums kontinuierlich erweitert und ist als Online-Katalog öffentlich zugänglich. Die wissenschaftliche Leitung des Museums liegt bei Karoline Noack. Das Team besteht neben weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch aus studentischen Hilfskräften und Praktikantinnen, die aktiv an der Erschließung und Präsentation der Sammlung beteiligt sind.
Das BASA-Museum befindet sich im direkten Umfeld der Universität Bonn, in unmittelbarer Nähe zu weiteren kulturhistorischen Einrichtungen wie dem Poppelsdorfer Schloss und dem Kurfürstlichen Schloss, die ebenfalls zur Universität gehören. Diese räumliche Verortung unterstreicht die enge Verzahnung des Museums mit der akademischen Landschaft der Stadt. Gäste berichten von einem vielseitigen Angebot, das nicht nur auf Studierende zugeschnitten ist, sondern auch interessierten Laien einen Einblick in die Kulturen Amerikas ermöglicht. Hinweise auf soziale Angebote wie günstige Verpflegung während der Semesterferien verdeutlichen zudem das Engagement des Museums für eine breite gesellschaftliche Teilhabe.