Denkmal/Gedenkstätte

Jüdische Gedenkstätte

53177 Bonn

Tipps

  • Die Gedenkstätte befindet sich am Fuße des Godesbergs in der Ännchenstraße und ist zu Fuß erreichbar.
  • Auf dem Gelände befinden sich 33 jüdische Grabsteine, die nach dem Zweiten Weltkrieg geborgen und aufgestellt wurden.
  • Ein Hinweisschild an der Einfahrt erklärt die historische Bedeutung der Stätte und ihrer Grabsteine.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Jüdische Gedenkstätte

Die Jüdische Gedenkstätte in Bonn befindet sich im Stadtteil Bad Godesberg und erinnert an die jüdische Geschichte der Region. Auf einem Gelände an der Ännchenstraße wurden nach dem Zweiten Weltkrieg jüdische Grabsteine aufgestellt, die am Fuße des Godesbergs gefunden wurden. Insgesamt zählt die Stätte 33 Grabsteine, darunter das bemerkenswert gut erhaltene Familiengrab von Simon Jülich und seiner Ehefrau Jettchen, geborene Moses. Die Gedenkstätte gilt als Zeugnis einer tiefgreifenden Vergangenheit und wird als Teil der Bonner Stadtgeschichte verstanden.

Die Anlage ist sowohl kultur- als auch geschichtlich bedeutsam und wird vom Landschaftsverband Rheinland als Baudenkmal gepflegt. Die offene Gestaltung der Gedenkstätte lädt zur Reflexion ein. Die Grabsteine sind in westlicher Richtung angeordnet und bieten einen stimmungsvollen Blick über das Gelände. Einige der Steine zeigen noch deutlich die hebräischen Inschriften, die Einblicke in das Leben der Verstorbenen geben. Die ruhige Lage am Fuße des Godesbergs unterstreicht den erinnerungskulturellen Charakter des Ortes.

Besucher*innen berichten von einer stimmigen Atmosphäre, die zum Verweilen und Nachdenken einlädt. Die Gedenkstätte wird als wichtiger Ort der Erinnerung gewürdigt, der die jüdische Geschichte Bonns sichtbar macht. Fotografien zeigen die Grabsteine sowohl aus verschiedenen Blickwinkeln als auch im Kontext der umliegenden Landschaft. Die Stätte wird als notwendiger Bestandteil der Auseinandersetzung mit der Geschichte der Juden in der Region betrachtet und soll als solcher erhalten und gewürdigt werden.

Die Gedenkstätte Ännchenstraße ist nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch ein Raum des Gedenkens und der Bildung. Sie dokumentiert eine facettenreiche Geschichte, die über die bloße Erinnerung hinausgeht und in das heutige Bonn und dessen kulturelle Identität einfließt. Die Erhaltung der Grabsteine und die Pflege des Geländes sind Ausdruck einer Haltung des Respekts gegenüber den Opfern und der jüdischen Gemeinschaft, die einst hier lebte.

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