Denkmal/Gedenkstätte

Kreuzgang des Bonner Münsters

Gerhard-von-Are-Straße 8, 53111 Bonn

Highlights

  • Einzigartig in Deutschland: Die romanische Zwerchgalerie des Kreuzgangs stammt aus der Zeit, als das Seitenschiff erweitert wurde.
  • 1833 rettete Karl Friedrich Schinkel den Kreuzgang vor dem Abriss, indem er das Beethoven-Denkmal in seine Mitte setzte.

Tipps

  • Der Kreuzgang des Bonner Münsters zeigt romanische Architektur mit einer einzigartigen Zwerchgalerie, die nur in Deutschland und Italien vorkommt.
  • Am Boden und an den Wänden sind historische Grabplatten aus mehreren Jahrhunderten erhalten, darunter drei Memoriensteine aus dem zehnten Jahrhundert.
  • Die neu gestaltete Gartenfläche kombiniert denkmalpflegerisch erhaltene Pflanzen wie Lavendel mit historischen Iris-Sorten, die auf alten Fotografien dokumentiert sind.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Kreuzgang Bonner Münster

Der Kreuzgang des Bonner Münsters ist ein faszinierender Zeuge der mittelalterlichen Baukunst und ein zentraler Ort der Bonner Geschichte. Als Teil der romanischen Architektur Deutschlands und Italiens besticht er durch seine einzigartige Zwerchgalerie im nördlichen Bogengang – eine seltene Konstruktion, die hier entstand, als das Seitenschiff des Münsters verbreitert wurde. Die Wände und Böden des Kreuzgangs sind übersät mit Grabplatten aus verschiedenen Epochen, darunter drei besonders alte Memoriensteine aus der zweiten Hälfte des zehnten Jahrhunderts. Diese historischen Spuren erzählen von der stetigen Nutzung des Raumes über Jahrhunderte.

Besonders erwähnenswert ist die Verbindung des Kreuzgangs zur Bonner Geschichte: Der berühmte Baumeister Karl Friedrich Schinkel setzte sich 1833 dafür ein, das Beethoven-Denkmal in die Mitte des Kreuzgangs zu platzieren, um ihn vor dem Abriss zu bewahren. Bei archäologischen Grabungen wurden zudem spannende Funde gemacht – darunter ein römischer Sarkophag aus dem dritten Jahrhundert und mögliche Reste einer mittelalterlichen Fluchtbrücke von den Stiftsgebäuden zur Stadtmauer. Solche Entdeckungen wecken die Neugier auf die vielen noch unentdeckten Geheimnisse, die in den alten Mauern schlummern.

Die Gestaltung des Kreuzgangs wurde im Rahmen einer Generalsanierung unter strenger Berücksichtigung des Denkmalschutzes neu konzipiert. Besonders auffällig ist die intensive Bepflanzung mit historischen und neu angelegten Pflanzenarten. Ein Highlight ist der Lavendel, der rund um den Springbrunnen erhalten blieb, sowie die wiederhergestellte Iris-Sorte, die bereits auf alten Fotografien dokumentiert ist. Diese sorgfältige Kombination aus Altbestand und moderner Gestaltung schafft eine harmonische Verbindung zwischen Geschichte und Natur.

Als historisches Juwel zieht der Kreuzgang des Bonner Münsters jährlich tausende Besucher an und genießt mit einem Google-Rating von 4,7 Sternen eine herausragende Bewertung. Ob als Ort der Besinnung, für archäologische Entdeckungen oder als Beispiel für den Erhalt mittelalterlicher Architektur – der Kreuzgang bleibt ein unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Erbes der Region.

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