Denkmal/Gedenkstätte

Namen-Jesu-Kirche

Bonngasse 8, 53111 Bonn

Highlights

  • Die Namen-Jesu-Kirche ist seit 1877 ununterbrochen als alt-katholische Pfarrkirche in Bonns Innenstadt genutzt und steht als barocke Fassade unter Denkmalschutz.
  • Ihre 1535 gegossene Glocke ist die älteste der Bonner Innenstadt und diente einst als Brandglocke mit der Inschrift ‚RENOVATA ANNO DOMINI MCCCCCXXXV‘.
  • Die Kirche vereint romanische, barocke und klassizistische Elemente – ihre Lindenholz-Fassade ist eine der bedeutendsten im Rheinland.

Tipps

  • Die älteste Glocke der Bonner Innenstadt stammt aus dem Jahr 1535 und trägt die Inschrift ‚Renovata anno Domini MCCCCCXXXV‘, ursprünglich als Brandglocke genutzt.
  • Die Orgel der Kirche aus dem Jahr 1958 ist eine mechanische Neobarock-Orgel mit 25 Registern, erbaut von der Bonner Orgelbaufirma Johannes Klais.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Kulturdenkmal Namen-Jesu-Kirche Bonn

Die Namen-Jesu-Kirche in Bonn ist ein prächtiges Zeugnis barocker Baukunst und ein zentraler Ort der christlichen Tradition im Herzen der Bonner Innenstadt. Seit über drei Jahrhunderten dient sie als Gotteshaus und prägt mit ihrer einzigartigen Fassade das Stadtbild. Als erste Pfarrkirche der alt-katholischen Gemeinde und später als bedeutendes Kulturdenkmal unter Denkmalschutz vereint sie historische Tiefe mit künstlerischem Reichtum.

Besonders auffällig ist die fast original erhaltene Fassade, eine der bedeutendsten barocken Fassaden im Rheinland. Sie vereint stilistische Elemente aus verschiedenen Epochen: romanische Schallluken, barocke Welschen Hauben, gotische Fensterbögen und klassizistisches Dekor. Der obere Teil der Fassade besteht aus gefärbtem Lindenholz und zeigt die handwerkliche Meisterschaft vergangener Zeiten. Das Ensemble steht sowohl innen als auch außen unter Denkmalschutz und bietet Besuchern ein faszinierendes Erlebnis der sakralen Architektur.

Im Inneren beeindrucken historische Schätze wie die barocke Kanzel aus dem Jahr 1698, die typisch für eine Jesuitenkirche gestaltet ist. Die Orgel aus dem Jahr 1958, erbaut von der Bonner Orgelbaufirma Johannes Klais, ist ein Meisterwerk neobarocker Disposition mit 25 Registern. Zudem beherbergt die Kirche eine der ältesten Glocken der Bonner Innenstadt, die 1535 gegossen wurde und einst als Brandglocke diente. Ihre Inschrift „Renovata anno Domini MCCCCXXXV“ erinnert an die Wiederherstellung im 15. Jahrhundert.

Die Namen-Jesu-Kirche ist nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein kultureller Magnet. Hier finden regelmäßig Konzerte statt, und die Gebetsmauer lädt zum Innehalten ein. Besonders berührend ist das Ritual am Gründonnerstagabend, wenn das Licht im Tabernakel als Zeichen der Trauer erlischt. Mit ihrem rollstuhlgerechten Zugang und der historischen Atmosphäre ist sie ein Ort, der Besucher aus allen Lebensbereichen anspricht – von Gläubigen bis zu Kulturinteressierten.

Nach einer umfassenden Sanierung durch das Land Nordrhein-Westfalen wurde die Kirche 2012 der Stiftung Namen-Jesu-Kirche übergeben. Sie bleibt damit ein lebendiges Stück Bonner Geschichte, das Tradition und Moderne verbindet. Ob bei einem Besuch der Fassade, einem Gottesdienst oder einem Konzert – die Kirche bietet eine einzigartige Mischung aus spiritueller Tiefe und künstlerischem Erbe.

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