Denkmal/Gedenkstätte

Windeckbunker

Budapester Str. 2, 53111 Bonn

Highlights

  • Der Windeckbunker in Bonn war als Luftschutzanlage für 850 Personen und städtische Führungszentrale im Zweiten Weltkrieg genutzt.
  • Denkmalschutz und Barrierefreiheit sollen den Bunker als Mahnmal und Ausstellungsort erhalten – mit begrüntem Dach und CO₂-neutraler Technik.
  • Die Fassadenbegrünung schafft ein Biotop für Vögel und Insekten und ist Teil des städtischen Lehrpfads ‚Artenvielfalt in der Stadt‘.

Tipps

  • Der Windeckbunker bietet mit seiner Fassadenbegrünung einen Lebensraum für Vögel und Insekten und ist Teil des städtischen Lehrpfads ‚Artenvielfalt in der Stadt‘.
  • Die Raumstrukturen des Bunkers bleiben weitgehend erhalten, um seine historische Substanz als Baudenkmal und Mahnmal zu bewahren.
  • Die Dachterrasse wird als grüne Oase gestaltet, die das bestehende Biotop sinnvoll erweitert und die ökologische Vielfalt fördert.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Windeckbunker Bonn – Kulturdenkmal erkunden

Der Windeckbunker in Bonn ist ein bedeutendes historisches Baudenkmal und ein zentraler Ort der lokalen Erinnerungskultur. Als ehemaliger Luftschutzbunker aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs diente er während des Krieges als Rückzugsraum für rund 850 Personen und beherbergte zudem die städtische Luftschutzzentrale sowie den Führungsstand des Oberbürgermeisters. Heute steht der unter Denkmalschutz stehende Bunker symbolisch für die NS-Zeit und wird als Mahnmal bewahrt.

Durch eine Machbarkeitsstudie wurde die Umwandlung des Bunkers in einen öffentlichen Ausstellungs- und Diskursort geprüft. Ziel ist es, die Raumstrukturen möglichst originalgetreu zu erhalten und die Ausstellungsflächen puristisch zu gestalten. Neben der Herstellung von Barrierefreiheit durch einen außenliegenden Aufzug sollen Sanitäranlagen, moderne Gebäudetechnik und Brandschutzmaßnahmen eingebaut werden. Besonders bemerkenswert ist die geplante Begrünung der Dachterrasse, die als grüne Oase und erweitertes Biotop für Vögel und Insekten dienen soll.

Der Windeckbunker wird zum Forum Exilkultur Bonn werden und soll die einzigartige Sammlung „Memoria“ präsentieren. Die Ausstellung soll Perspektivenwechsel schaffen und die Relevanz der Vergangenheit für die Gegenwart aufzeigen. Zudem wird der Nachlass der Künstlerin Milein Cosman und des Musikers Hans Keller integriert, der bisher in Deutschland kaum bekannt war.

Architektonisch soll der Bunker in drei Bereiche unterteilt werden: flexible Ausstellungsflächen im Erd- und ersten Untergeschoss, die Sammlung „Memoria“ in den fünf Obergeschossen sowie dienende Räume im zweiten Untergeschoss. Die exponierte Lage an der historischen Bastionsmauer soll durch die barrierefreie Erschließung und die Landmarke des Aufzugsturms noch stärker erlebbar gemacht werden. Mit modernster Energietechnik ist sogar ein CO₂-neutraler Betrieb des Bunkers möglich.

Der Windeckbunker ist nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein lebendiger Beitrag zur Bonner Kulturlandschaft. Durch die Verbindung von Geschichte, Kunst und Nachhaltigkeit entsteht ein Ort, der zum Nachdenken anregt und gleichzeitig als grüner Rückzugsort inmitten der Stadt fungiert. Die geplante Nutzung unterstreicht Bonns Engagement für inklusive Kultur und historische Aufarbeitung.

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