Museum

Ipf, keltisches Oppidum

73441 Bopfingen

Highlights

  • Der Ipf bei Bopfingen ist ein frühkeltischer Fürstensitz mit befestigter Höhensiedlung und monumentalen Grabhügeln.
  • Die archäologischen Funde weisen den Ipf als Verkehrsknotenpunkt im eisenzeitlichen Fernhandel aus.
  • Heute kann der Berg mit seinen Keltenrekonstruktionen auf ausgeschilderten Rundwegen erkundet werden.

Tipps

  • Das Freilichtmuseum am Ipf ist kostenlos und jederzeit zugänglich, ideal für einen spontanen Besuch.
  • Auf dem archäologischen Rundweg lassen sich Wallanlagen und rekonstruierte Keltenhäuser erkunden.
  • Vom Gipfel des 668 Meter hohen Ipf bietet sich eine Aussicht mit überregionaler Bedeutung.

Eigenschaften

Bei Regen geeignet Parkplatz vorhanden Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Ipf, keltisches Oppidum

Der Ipf bei Bopfingen im Ostalbkreis ist eine der bedeutendsten keltischen Archäologiestätten in Baden-Württemberg und zählt zu den herausragenden Fundorten der Hallstatt- und Latènezeit. Auf einer Höhe von 668 Metern erhebt sich der Ipf am westlichen Rand des Nördlinger Ries und war bereits in der Spätbronzezeit ein zentraler Ort der keltischen Kultur. Die markanten Wall- und Grabensysteme, die den gesamten Berg prägen, zeugen von der strategischen und kulturellen Bedeutung dieses Ortes. Zahlreiche Siedlungen, Gräberfelder sowie keltische Viereckschanzen in der Umgebung unterstreichen die Rolle des Ipf als Verkehrsknotenpunkt und Zentrum des Fernhandels zwischen Donau, Main und Neckar.

Der Ipf wird aufgrund der hier geborgenen Funde, darunter importierte Luxusgüter aus dem Mittelmeerraum, als frühkeltischer Fürstensitz eingeordnet. Besonders eindrucksvoll sind die Fundamente eines befestigten Höhensiedlungsareals sowie die 2001 entdeckten Kreisgräben zweier monumentaler Grabhügel. Einer der Grabhügel wurde bereits rekonstruiert und kann besichtigt werden. Die archäologischen Spuren bieten einen faszinierenden Einblick in das Leben und Sterben der Kelten vor rund 2500 Jahren. Interessierte können die Stätte auf einem ausgeschilderten Rundweg zu Fuß oder mit dem Rad erkunden, der vom Museum im Seelhaus in Bopfingen ausgeht.

Seit 2015 ist am Fuße des Ipf eine Freilichtanlage mit der Rekonstruktion eines keltischen Fürstenhofes eröffnet worden, die einen lebendigen Zugang zur Kultur der Kelten ermöglicht. Das Gelände ist kostenfrei und das Museum im Seelhaus bildet den zentralen Startpunkt für Besucher, die sich über die Kelten und die Ergebnisse aktueller Ausgrabungen informieren möchten. Zusätzlich werden von der Stadt Bopfingen regelmäßig archäologische Führungen angeboten, die tiefere Einblicke in die eisenzeitliche Kulturlandschaft gewähren. Auch das Goldbergmuseum in Riesbürg-Goldburghausen dient als weiterer Ausgangspunkt für den Rundweg.

Das Ipf ist nicht nur ein Ort der Archäologie, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Kulturinteressierte und Naturliebhaber. Die weite Aussicht vom Gipfel bietet einen lohnenswerten Panoramablick über das Nördlinger Ries. Die gut ausgestatteten Infotafeln rund um den Ipf vermitteln anschaulich Wissen über das Leben der Kelten und machen die Stätte auch ohne Führung verständlich. Mit einem Bewertungsdurchschnitt von 4,6 von 5 Sternen bei über 30 Bewertungen gehört der Ipf zu den besonders gelungenen Freilichtmuseen der Region und ist ein fester Bestandteil des Netzwerks der KeltenWelten e. V.

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