Denkmal/Gedenkstätte

Stauferstele

Burgstallweg 5, 73441 Bopfingen

Highlights

  • Die Stauferstele in Bopfingen erinnert an den Sieg der Staufer über die Welfen bei Flochberg 1150.
  • Sie steht südöstlich der St. Blasiuskirche an der Stadtmauer in der Vorderen Pfarrgasse.
  • Enthüllt wurde sie am 11. Oktober 2014 während der Bopfinger Heimattage.

Tipps

  • Die Stauferstele in Bopfingen befindet sich in der Vorderen Pfarrgasse südöstlich der St. Blasiuskirche direkt an der Stadtmauer.
  • Ein Besuch lohnt sich besonders während der Bopfinger Heimattage, wenn das mittelalterliche Stadtbild mit Rittern und Burgmannschaften zum Leben erwacht.
  • Die Stele erinnert mit Inschriften und Wappen an wichtige Ereignisse der Stauferzeit, darunter Siege und historische Verträge.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Stauferstele

Die Stauferstele in Bopfingen erinnert an die historische Verbindung der Stadt mit dem bedeutenden deutschen Königshaus der Staufer. Sie steht südöstlich der evangelischen Stadtkirche St. Blasius an der ehemaligen Stadtmauer und wurde im Rahmen der Heimattage im Jahr 2014 enthüllt. Die Stele zählt zu einem deutschlandweiten Netzwerk aus insgesamt neununddreißig Stelen, die das Erbe der Stauferzeit dokumentieren. Die Errichtung fand im Zuge eines kulturellen und geschichtspolitischen Projekts statt, das die Bedeutung der Staufer in der Region hervorheben soll.

Die Inschriften der Stele verweisen auf zentrale Ereignisse der Staufergeschichte, die auch Bopfingen direkt betreffen. So wird etwa die Schlacht bei Flochberg im Jahr 1150 thematisiert, in der die Truppen unter nomineller Führung des jungen Königs Heinrich VI., des Sohnes von Konrad III., einen Sieg über Herzog Welf VI. errangen. Die Burg Flochberg, deren Ruine heute im Ortsteil Schlossberg erhalten ist, spielte dabei eine Schlüsselrolle. Sie wurde zeitweise als staufisches Hausgut geführt und war eng mit der territorialen und politischen Macht der Staufer verbunden. Auch spätere Ereignisse, wie die Stiftung der Reichsstadt Bopfingen und die Verleihung von Besitzrechten durch Konradin, den letzten Staufer, werden auf der Stele erwähnt.

Die Stauferstele ist ein Werk des Bildhauers Markus Wolf und seines Sohnes Jakob Wolf. Für die Aufstellung wurde ein 35-Tonnen-Kran eingesetzt, um die einzelnen Teile präzise zu positionieren. Die obere Trommel der Stele ist mit einer goldenen Krone versehen. In der näheren Umgebung sind weitere Gestaltungselemente wie Bodenbeleuchtung sowie Wasserfontänen integriert, die den historischen Ort auch nach Einbruch der Dunkelheit hervorheben. Hinter der Stele sind Reste der mittelalterlichen Stadtmauer sichtbar, die zum angrenzenden Stadtgarten führen. Die Darstellung des Reichsadlers sowie der Wappen des Herzogtums Schwaben unterstreichen die politische und symbolische Bedeutung der Staufer in der Region des heutigen Ostalbkreises.

Die historische Einbindung Bopfingens in das staufische Herrschaftsgefüge wird durch die Nennung erster urkundlicher Erwähnungen verdeutlicht. So trat Reginhardus de Vlochperch, ein früher Vertreter der Herren von Flochberg, die Burg bereits im Jahr 1138 an König Konrad III. ab. Damit wurde der Grundstein für die spätere Entwicklung Bopfingens als reichsunmittelbare Stadt gelegt. Die Stele dokumentiert somit nicht nur militärische Siege, sondern auch die langfristige politische und städtebauliche Entwicklung der Region unter staufischer Herrschaft.

Bewertungen

5,0 (1) 5.0 aus 1 Bewertung (Google)

Auf Google

5,0 (1) 5.0 · 1 Bewertung auf Google
Auf Google ansehen

In der Nähe

Gastronomie in der Nähe

Wetter & Pollenflug am Standort

Wetter wird geladen…
7-Tages-Vorhersage…