Kirche/Kloster

Kluskapelle

Zur Kapelle 4, 33178 Borchen

Highlights

  • Die Kluskapelle in Borchen-Etteln wurde 1677 als Gelübde nach einer Epidemie erbaut.
  • Seit 1986 ist das Gebäude als Baudenkmal in der Denkmalliste von Borchen geführt.
  • Die jährliche Prozession zur Kapelle findet seit dem 17. Jahrhundert statt.

Tipps

  • Die Kluskapelle ist ein kleiner Putzbau mit Satteldach und polygonalem Chorschluss, der Innenraum misst 9,45 m Länge und 5,70 m Breite.
  • Über dem Eingangsportal befindet sich eine lateinische Inschrift, die an die Geschichte und Weihe der Kapelle erinnert.
  • Die Kapelle liegt landschaftlich reizvoll und ist über die Bittwoche hinaus ein Ort mit historischer und künstlerischer Ausstattung, darunter Holzaltar und Wandmalereien.

Eigenschaften

Entspannt Kulturell Ganzjährig

Über Kluskapelle

Die Kluskapelle in Borchen-Etteln ist eine katholische Sakralanlage im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen. Sie wurde 1677 als Neubau errichtet und ist seit 1986 als Baudenkmal in der Denkmalliste der Gemeinde Borchen eingetragen. Die Kapelle steht unter dem Patrozinium der heiligen Lucia und befindet sich in unmittelbarer Nähe des Teufelssteins, was sie zu einem markanten kulturellen und landschaftlichen Ort macht.

Die Geschichte der Kapelle reicht ins Mittelalter zurück. Bereits damals existierte an dieser Stelle ein Gotteshaus zu Ehren der heiligen Lucia, das jedoch im Laufe der Zeit in Verfall geriet und schließlich vollständig zerstört wurde. Im Anschluss daran wurden ungewöhnliche Vorkommnisse von Hirten berichtet, die von lokalen Geistlichen als Warnung vor drohendem Unheil interpretiert wurden. Nach einem schweren Krankheitsausbruch in der Region gelobte der damalige Fürstbischof von Paderborn den Wiederaufbau der Kapelle, was er einige Jahre später einlöste.

Architektonisch präsentiert sich die Kluskapelle als schlichter Putzbau mit Satteldach und polygonalem Chorschluss. Ein auffälliger sechseckiger Turm mit kupfernen Verzierungen krönt den Chorbereich. Das Gebäude verfügt über zwei Fensterachsen und ist durch Strebepfeiler an den Ecken und zwischen den Rundbogenfenstern gestützt. Im Inneren misst der Raum etwa 9,45 Meter in der Länge und 5,70 Meter in der Breite. Über dem Eingangsportal befindet sich eine lateinische Inschrift, die an die Verdienste des Stifters erinnert. Weitere Elemente der Ausstattung sind das fürstbischöfliche Wappen in verschiedenen Ausführungen sowie ein ehemaliges spätbarockes Pietà, das heute nicht mehr vorhanden ist.

Die Pflege und Nutzung der Kapelle spielten im kirchlichen Leben der Region eine bedeutende Rolle. Traditionell fand alljährlich in der Bittwoche eine Prozession zur Kapelle statt, die bis heute gelebt wird. Renovierungsarbeiten in den 1980er Jahren haben das Erscheinungsbild des Gebäudes grundlegend verbessert und den Erhalt der historischen Substanz gesichert.

Die Kluskapelle wird in touristischen Bewertungen als sehenswertes Kulturdenkmal wahrgenommen. Besucherinnen und Besucher schätzen die ruhige Lage, die kunstvolle Innenausstattung sowie die stimmungsvolle Atmosphäre. Die architektonischen Details und die historische Ausstrahlung machen die Kapelle zu einem lohnenswerten Ziel für Interessierte sakraler Architektur in der Region.

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