Denkmal/Gedenkstätte

Galeriegrab Atteln I

33165 Lichtenau

Highlights

  • Das Galeriegrab Atteln I in Lichtenau ist über 5000 Jahre alt und zählt zu den ältesten Großbauwerken der Region.
  • Es handelt sich um ein Gemeinschaftsgrab der Wartbergkultur, erbaut zwischen 3370 und 2925 v. Chr.
  • Die Anlage spiegelt einen komplexen Toten- und Ahnenkult sowie die Lebensweise der sesshaften Erbauer wider.

Tipps

  • Das Galeriegrab Atteln I ist teilweise rekonstruiert und bietet Einblicke in die jungsteinzeitliche Bestattungskultur.
  • Auf dem Gelände befinden sich informative Themenstationen zu Siedlung, Viehzucht und Keramik der Jungsteinzeit.
  • Seit 2024 gibt es einen Tisch und seit 2025 eine Sitzgruppe für Besucher nahe des Grabes.

Eigenschaften

Bildung Kulturell Ganzjährig

Über Galeriegrab Atteln I

Das Galeriegrab Atteln I in Lichtenau ist eine bedeutende archäologische Stätte und zählt zu den Großsteingräbern der Jungsteinzeit. Es wurde vor rund 5000 Jahren errichtet und dient als Gemeinschaftsgrab, in dem über Generationen hinweg Angehörige einer Siedlungsgemeinschaft bestattet wurden. Damit gehört es zu den ältesten erhaltenen Großbauten der Region und zeugt von einer ausgeprägten Kultur des frühen Ackerbaus und der Viehzucht. Die Anlage ist der Wartbergkultur zuzuordnen, die in weiten Teilen Westfalens für den Bau solcher Megalithgräber verantwortlich war.

Die Entstehungszeit des Galeriegrabs wurde durch C14-Untersuchungen auf einen Zeitraum vor etwa 5000 Jahren datiert. Die aufwendige Bauweise sowie die im Fundkontext entdeckten Grabbeigaben deuten auf einen komplexen Toten- und Ahnenkult hin. Die Erbauer lebten bereits sesshaft, was sich auch in der Anlage und Nutzung solcher Gräber widerspiegelt. Das Grab befindet sich heute größtenteils in seiner ursprünglichen Fundsituation. Lediglich ein Ende der Anlage wurde anlässlich von Erhaltungsmaßnahmen über einige Meter rekonstruiert, um den Besucherinnen und Besuchern einen Eindruck von der ursprünglichen Struktur zu vermitteln.

Das Gelände um das Galeriegrab Atteln I wurde in den vergangenen Jahren schrittweise gestalterisch ergänzt. So wurde im Sommer 2024 ein Tisch und im April 2025 eine Sitzgruppe aufgestellt, die den Aufenthalt vor Ort verbessern. Die Stätte ist Teil eines größeren Erlebnisraums, der verschiedene Themenstationen umfasst. Dazu gehören unter anderem Exponate zur Siedlung, Viehzucht, Keramik sowie zur neolithischen Revolution, die den kulturellen Kontext der Fundstelle erläutern. Diese Elemente tragen dazu bei, die damalige Lebensweise anschaulich zu machen.

Das Galeriegrab Atteln I steht als historische Sehenswürdigkeit im Fokus öffentlicher Wertschätzung. Es wird von der Stadt Lichtenau betreut und ist integraler Bestandteil der kulturellen Infrastruktur des Kreises Paderborn. Die archäologische Stätte gilt als wichtige Zeugstelle der Jungsteinzeit und bietet interessierten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich mit den Anfängen sesshafter Lebensformen auseinanderzusetzen. Die Kombination aus Originalerhaltung, Rekonstruktion und informativen Stationen macht die Stätte zu einem lohnenswerten kulturellen Ausflugsziel in der Region.

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