Parks & Gärten

Körbecker Bruch

Uhlenaue 2, 34434 Borgentreich

Highlights

  • Das Körbecker Bruch ist ein 93 Hektar großes Naturschutzgebiet in Borgentreich, Hoexter.
  • Es schützt Feuchtgebiete, Flachmoore, Nasswiesen und seltene Pflanzen- und Tierarten wie die Natternzunge.
  • Das Gebiet umfasst diverse Biotope wie Röhrichte, Seggenriede, Teiche und feuchte Wiesen.

Tipps

  • Das Gelände ist nass und oft schwer begehbar, festes Schuhwerk wird empfohlen.
  • Ein Teil des Gebiets ist durch Feuchtgebiete und Schilf bestanden, der Besuch sollte daher auf die vorhandenen Wege beschränkt bleiben.
  • Trollblumen und seltene Pflanzenarten sind im Bereich der Feuchtwiesen zu finden, ein Besuch im Frühjahr ist besonders lohnenswert.

Eigenschaften

Outdoor Familie Entspannt Ganzjährig

Über Körbecker Bruch

Der Körbecker Bruch ist ein Naturschutzgebiet im nordrhein-westfälischen Borgentreich, gelegen im Kreis Höxter. Das etwa 93 Hektar große Gebiet wurde aufgrund seiner besonderen ökologischen Bedeutung unter Schutz gestellt. Es handelt sich um ein Feuchtgebiet, das vom Vombach durchflossen wird und durch ein Netz aus Gräben geprägt ist, die teils stehendes, teils fließendes Wasser enthalten. Südlich von Neu-Marienburg befinden sich zwei dicht mit Büschen und Bäumen bewachsene Teiche, deren Ufer von Schilf und Großseggenriedern geprägt sind.

Das Schutzgebiet umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Biotope, darunter Röhrichte, Seggenriede, Nass- und Feuchtwiesen, Flutrasen sowie kleinere Bereiche mit Auwaldcharakter im Norden. Im Südosten des Körbecker Bruchs, dem feuchtesten Teil des Gebiets, finden sich besonders artenreiche Pflanzengesellschaften. Hier wurde in den 1970er Jahren ein Teich angelegt, der heute von Binsen, Glanzgras und Gebüsch gesäumt ist. Um diesen Bereichen wachsen unter anderem Trollblumen sowie weitere feuchtliebende Pflanzenarten.

Aufgrund seiner strukturreichen Lebensräume dient der Körbecker Bruch als Lebensstätte für zahlreiche Tierarten, darunter auch solche, die auf der Roten Liste Nordrhein-Westfalens stehen. Zu den nachgewiesenen Arten zählen unter anderem der Baumpieper, die Bekassine, der Kiebitz sowie die Rohrweihe. Auch verschiedene Raubvögel wie der Rotmilan und die Rohrweihe nutzen das Gebiet als Brut- oder Nahrungsraum. Die Vielfalt an Lebensräumen, darunter auch Feuchtgrünland, Fettwiesen und bachbegleitende Vegetation, trägt zur hohen ökologischen Wertigkeit des Gebiets bei.

Das Landschaftsbild des Körbecker Bruchs wird geprägt durch seine feuchten Strukturen, die sich landschaftlich sanft in die umliegenden Wiesen und Ackerflächen einfügen. Die unterschiedlichen Biotoptypen bieten Lebensräume für seltene und zum Teil gefährdete Arten. Besondere Bedeutung kommt dem Gebiet auch aus wissenschaftlicher Sicht zu, da es sich um eines der wenigen größeren Niedermoorgebiete in der Region handelt. Die Erhaltung der Lebensgemeinschaften steht im Vordergrund der Schutzziele, die auch die langfristige Sicherung der seltenen und charakteristischen Arten des Feuchtbiotops beinhalten.

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